Abendstimmung in den Kitzbüheler Alpen, © Tirol Werbung/Frank Bauer
© Abendstimmung in den Kitzbüheler Alpen, © Tirol Werbung/Frank Bauer

10 Tipps für einen Winterurlaub in Tirol


Tirol im Winter ist ein Land der Superlative. Wollen Sie im größten Skigebiet Österreichs Ihre Schwünge ziehen? Langlaufen, wo die besten Biathleten der Welt ihre Weltmeisterschaften austragen? Winterwandern, wo hinter jeder Kurve eine Hütte mit kulinarischen Genüssen lockt?

Der eine schmilzt bei perlenden Belcanto-Arien dahin, die andere ist erst ganz bei sich selbst, wenn jeder Skifahrer-Muskel in ihrem Leib erschöpft um eine Massage fleht. Der eine braucht Action, die andere einfach nur ihre Ruhe. Wie man den Alltag am schnellsten hinter sich lässt, wie am besten entspannt und neue Kraft tankt, ist bekanntlich eine höchst individuelle Angelegenheit. Bei diesen zehn Tipps für einen Winterurlaub in Tirol ist für jeden etwas dabei: für ehrgeizige Sportler und genießerische Gourmets, für Fans des Hochprozentigen und Liebhaber ausgewählter Hochkultur, für Familien mit abenteuerlustigen Kindern und auch sonst alle Menschen, die sich selbst und ihren Lieben eine gute Zeit gönnen wollen.


1 · Skistars auf die Bretter schauen im Skigebiet St. Johann


Angerer Alm im Skigebiet St. Johann, © Angerer Alm

Ein Geheimtipp für Familien und gleichzeitig ein von Weltcup-Skifahrern gern genutztes Trainingsgebiet? Das geht – im Skigebiet St. Johann. Einerseits lieben Familien mit kleinen oder auch schon jugendlich-abenteuerlustigen Kindern die herausragend präparierten Pisten, die Gratis-Übungslifte und das großzügig angelegte Übungsgelände, die Spaßpiste mit allerlei Hindernissen und die Rodelbahn. Andererseits schätzen geübte Skifahrer, dass sich unter den großteils mittelschwierigen Pisten mit der Sauregg-FIS-Abfahrt auch eine schwarze (= besonders schwierige) Piste findet. Und wer sich am Hahnenkamm-Wochenende im nahen Kitzbühel in der Gegend aufhält, kann sich etwas von österreichischen Slalomstars beim Training für ihr spektakuläres Rennen abschauen.

Die perfekten Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Skigebiet: Die Angerer Alm verbindet das Flair einer alten Almhütte mit hohen kulinarischen Ansprüchen. Im idyllischen Penzinghof in Oberndorf hat man gute Chancen, den einen oder anderen Skistar am Frühstücksbuffet zu treffen.

2 · Nichts und dadurch alles: das Villgratental


Ortsteil Kalkstein in Innervillgraten, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier

„Ins fahlt nicht!“ (uns fehlt nichts) behaupten die Villgrater von sich. Und tatsächlich haben die Bewohner von Innervillgraten und Außervillgraten, den beiden Orten im Osttiroler Villgratental, nichts – jedenfalls nichts, was viele andere Tourismusregionen als unabdingbar betrachten: keine Skischaukeln, keine großen Hotels, keine Erlebnisschwimmbäder, keine Après-Ski-Discotheken. Nichts. Und dadurch haben sie, andererseits, alles: eine weitgehend unberührte Natur, die Winterwanderern und Langläufern paradiesische Zustände beschert, und eine beschauliche Langsamkeit, die hektische Städter zu Beginn eines Urlaubs sogar irritierend finden mögen. Aber nur bis zu jenem ersten Moment überraschender Befriedigung, in dem sie plötzlich spüren, dass sie hier, mitten in den tief verschneiten Bergen, vielleicht zum ersten Mal seit Jahren ganz bei sich selbst sind. 

Die Philosophie, die das ganze Tal prägt, wird in der Natur Residenz Villgraten intensiv spürbar: In Betten aus Zirbenholz und Schafwollprodukten von Villgrater Tieren schläft es sich erholsam, gesund – und besonders zufrieden, wenn man sich vorher im Haubenrestaurant Gannerhof ein Villgrater Berglamm auf der Zunge zergehen hat lassen.

3 · Der Spielplatz Schnee im Skigebiet Hochzeiger im Pitztal


Schneespaß am Hochzeiger im Pitztal, © Tirol Werbung/Robert Pupeter

Eine Blitz-Lektion in Tirolerisch: „Abbusseln“ bedeutet so viel wie „jemanden mit Küsschen überhäufen“. „Zum Abbusseln“ ist, was besonders liebenswert, reizend, süß ist. Zum Abbusseln finden Kinder am Hochzeiger im Pitztal nicht nur ihre selbstgebauten Schneemänner, sondern auch die Maskottchen „Pitzi“ und „Gratsch“, in deren Namen in „Pitzis Kinderparadies“ schon die Jüngsten ab zehn Monaten sorgsam und liebevoll betreut werden. Und damit das Skifahren lernen kinderleicht fällt und ganz ohne Stress passiert (gerade sehr jungen Skianfängern ist ein ganzer Tag auf den Brettern ohnehin zu anstrengend), werden den jüngsten Gästen ab 3 Jahren im Rahmen des Programms „Pitzis Schneeabenteuer“ auch abseits der Pisten alle möglichen Abenteuer im Schnee geboten – ob Tierspurensuche, Rutschtellerrutschen oder eben dem guten alten Schneemannbauen.

Das Pitztal mit dem Familienskigebiet Hochzeiger in Jerzens zählt zu einer von zehn Regionen, die auf den Skiurlaub von Familien spezialisiert sind. Gut zu wissen: In den Bambini-Wochen im Jänner nützen Kinder unter 10 Jahren mit einem vollzahlenden  Elternteil kostenlos die Skilifte. Das Programm „Pitzis Schneeabenteuer“ kostet für drei Tage 153 Euro.

4 · Das haben wir verdient: Genussvoll einkehren beim Winterwandern im Lechtal


Schneeschuhwandern im Lechtal, © Robert Eder

Keine Frage, eine heiße Knödelsuppe, ein deftiges Gröstl oder ein einfaches Käsebrot mit Almbutter sind nie verkehrt. Aber es ist selbst von beharrlichen Sportverweigerern nicht zu leugnen: Nach ein wenig Bewegung in frischer Winterluft schmecken all diese kulinarischen Verlockungen noch einmal doppelt so gut. Eine ideale Möglichkeit, oder besser: 18 ideale Möglichkeiten, sich allerlei traditionelle Tiroler Genüsse auf höchst angenehme Weise zu verdienen, bieten Wanderungen zu den Winterzauberhütten des Lechtales. Kein Gerangel in der Schlange am Skilift, keine Hektik, kein Lärm: Sie bestimmen im Einklang mit sich selbst und der alpinen Natur, ob Sie auf Tourenskiern, Schneeschuhen oder einfach nur in festen Winterschuhen unterwegs sein wollen. Und am Ende erwartet Sie auf einer Hütte jedenfalls „Eppas Guats“, etwas Gutes.

18 Hütten in der Naturparkregion Lechtal-Reutte neben am „Eppas Guats“-Programm teil. Gemeinsam ist allen, dass sie Produkte aus der Gegend sorgsam und liebevoll zu traditionellen Tiroler Speisen verarbeiten. Ebenfalls traditionsreich, aber auf Vier-Sterne-Superior-Niveau übernachten kann man im Hotel Gasthof Post in Bach.

5 · Die schönste Umgebung, die besten Hotels, die größte Erholung


Karwendeltäler am Achensee, © Tirol Werbung/W9 STUDIOS

Worin besteht die Kunst, ein guter Gastgeber zu sein? Tiroler Spitzenhoteliers wissen, worauf es ankommt: nicht nur professionelle Freundlichkeit, sondern persönliche Herzlichkeit; ein stimmiges Ambiente mit einer selbstsicheren Verwurzelung in der Region; kurz: große Qualität in einer großartigen Landschaft. Der Wiesenhof am Achensee ist so ein Haus, das exemplarisch vorführt, was den Unterschied zwischen einem Aufenthalt in irgendeinem Luxushotel und einer unvergesslichen Erinnerung ausmacht. Am Eingang der idyllischen Karwendeltäler, die bei Langläufern und Winterwanderern gleichermaßen beliebt sind, bietet das ehemalige Bauernhaus mitten in Pertisau alles, was man von einem Vier-Sterne-Superior-Hotel erwartet – und mehr: zum Beispiel ein riesiges Badehaus im Jugendstil. Oder auch Wellness-Behandlungen mit Steinöl, einem in der Volksmedizin seit Jahrhunderten erprobten Heilmittel direkt aus der Umgebung.

Wenn Sie im westlichen Teil des Landes urlauben, probieren Sie das Alpine Lifestyle Hotel Jungbrunn im idyllischen Tannheimer Tal mit seinem vielfach prämierten Spa. Oder ziehen Sie sich ins Naturhotel Waldklause in Längenfeld zurück, das sich harmonisch ins (Winter-)Sport Paradies Ötztal einfügt.

6 · Großartig, größer, Arlberg: Skigebiets-Zusammenschluss dank neuer Flexenbahn


Skifahren am Arlberg, © Tirol Werbung/Josef Mallaun

Keine Frage, das Skigebiet am Arlberg war schon bisher ein Paradies für anspruchsvolle Wintersportler, die zu ihrem Glück Vielfalt und Abwechslung brauchen. Ab der Saison 2016/17 darf sich die Grenzregion zwischen Tirol und Vorarlberg stolz als das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs bezeichnen: Die neue Flexenbahn zwischen Zürs und Stuben/Rauz macht es möglich. Mit der neuen Gondelbahn wird die letzte Lücke geschlossen, und sämtliche Orte der Region Ski Arlberg – St. Anton und St. Christoph, Stuben, Zürs, Lech, Oberlech sowie Schröcken und Warth – sind nun auf Skiern zu erreichen. Das bedeutet nicht nur insgesamt 305 Pistenkilometer in einer der schönsten Gegenden Österreichs, sondern auch 120 Bus- und unzählige Pkw-Fahrten täglich weniger. Der Umwelt tut das gut und dem Wohlgefühl der Gäste auch.

Wer mit einem herzlich-rustikalen „Griaß di!“ empfangen wird, ahnt schon, dass der Himmlhof seinen Namen nicht umsonst trägt. Der ehemalige Bauernhof in St. Anton präsentiert sich heute als wunderbar heimeliges Landhotel mit vier Sternen – himmlisch eben!

7 · Für Gletscherflöhe: ganzjährig Skifahren am Hintertuxer Gletscher


Hintertuxer Gletscher - Skivergnügen an 365 Tagen im Jahr, © Tirol Werbung/Regina Recht

Sie warten alljährlich schon im Spätsommer sehnsüchtig auf den ersten Schnee und suchen im Frühjahr auch noch die letzten weißen Flecken am Berg? Dann sind Sie – und auch alle anderen Genusssmenschen, die Wintersport am liebsten bei milden Temperaturen ausüben – am Hintertuxer Gletscher genau richtig. Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet bietet an 365 Tagen im Jahr perfekt präparierte Pisten für Skifahrer und Snowboarder. Apropos Gletscherfloh: Echte, lebendige Exemplare des winzigen Überlebenswunders im ewigen Eis bekommt man bei einem Besuch der Spannagelhöhle, der höchstgelegenen Schauhöhle Europas, tief unterhalb des Gletschers zu sehen.

Sich im Urlaub richtig zu entspannen bedeutet auch, sich nicht täglich ins Auto setzen zu müssen. Das Motto lautet daher: Vom luxuriösen Frühstück direkt auf die Piste. Ud das geht im Vier-Sterne-Superior-Hotel Alpenhof in Hintertux.

 

8 · Die Kunst des Destillierens: das Schnapsbrennerdorf Stanz


Feindestillerie Christoph Kössler in Stanz, © Agrarmarketing Tirol

Gibt es eine bessere Zeit, sich in die Geheimnisse der Herstellung edler Destillate einführen zu lassen, als den Winter? Draußen tanzen die Schneeflocken im kalten Wind so dicht, dass man nicht einmal bis zu Christoph Kösslers barockem Wohnhaus neben der hochmodernen Brennerei hinübersieht. Drinnen beschreibt der Brennmeister mit warmen Worten, was alles in den glänzenden Kupferkesseln passieren muss, bis herauskommt, was einem da aufs Angenehmste am Gaumen und in der Nase kitzelt. Einem Stanzer Zwetschkenbrand aus dem Eichenfass, zum Beispiel, muss man sich respektvoll nähern. Schließlich zaubert Christoph Kössler die edlen Brände hingebungsvoll und geduldig in seiner Feindestillerie. Dass Kössler, einer der bekanntesten und international höchstprämierten Edelbrenner Tirols, in Stanz beheimatet ist, ist kein Zufall: Das sonnenverwöhnte kleine Dorf oberhalb von Landeck hat mehr Brennrechte als Haushalte.

Christoph Kössler ist einer von 41 Brennmeistern entlang der Tiroler Schnapsroute, auf der sich Interessierte auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Vielfalt der Tiroler Brände begeben können. Tipp zum Übernachten: Auf halber Höhe der anderen Seite des Inntals lockt die luxuriöse Abgeschiedenheit des Hotels Tramser Hof am malerischen gleichnamigen Weiher.

9 · Wo die Besten trainieren: Langlaufen im Pillerseetal


Langlaufhotel „fairhotel“ in Hochfilzen, © fairhotel Hochfilzen

Was es übers Langlaufen zu sagen gibt, ist schnell gesagt: Es ist einfach der perfekte Wintersport für Menschen jeden Alters und jedes Fitness-Zustandes. Außerdem ist es recht schnell zu lernen (nicht nur im Kindesalter!) und unkompliziert in Sachen Ausrüstung. Wenn Sie den perfekten Sport unter besten Bedingungen lernen bzw. ausüben wollen, sind Sie in der Region Pillerseetal genau richtig. In der schneereichsten Gegend Tirols erwarten Langläufer rund 150 Kilometer täglich frisch präparierte Loipen. Und wenn Sie wissen wollen, was Biathleten, zu Recht die Publikumslieblinge unter den nordischen Sportlern, wirklich leisten, versuchen Sie sich doch selbst einmal am Gästebiathlon – Sie werden den Skijägern, die im Jänner 2017 zum wiederholten Mal ihre Weltmeisterschaft in Hochfilzen austragen, garantiert mit noch mehr Ehrfurcht und Spannung zuschauen!

Das auf Langläufer spezialisierte fairhotel Hochfilzen ist das erste Passivenergie-Hotel Tirols und liegt direkt am weit verzweigten Loipennetz. Die Wirtsfamilie Eder hat ihr Drei-Sterne-Haus programmatisch „fairhotel Hochfilzen“ genannt und zieht diesen Anspruchdurch: vom Bio-Frühstück mit regionalen Produkten bis hin zu den fairen, das heißt in diesem Fall: moderaten Preisen.

10 · Belcanto zur Weihnachtszeit: Winterfestspiele Erl


Festspielhaus (rechts) und Passionsspielhaus in Erl, © Peter Kitzbichler

Und es begab sich … etwas Außerordentliches: In Erl, ausgerechnet in einem randständigen Tiroler Dorf, wurde 2012 ein neues Festspielhaus errichtet. Der schwarz glänzende, scharfkantige Bau des Architekturbüros „Delugan Meissl“ ergänzt und konterkariert die traditionsreiche weiße Passionsspielhaus-Schnecke in der unmittelbaren Nachbarschaft in aufsehenerregender Weise. Und das neue Haus, das auch durch eine schier perfekte Akustik glänzt, ermöglichte dem Intendanten der Tiroler Festspiele Erl, Dirigent und Regisseur Gustav Kuhn, sein sommerliches Festival um Winterfestspiele zu ergänzen. Die zentrale Produktion der Saison 2016/17, die schon am 18. Dezember mit Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ beginnt, wird die komische Oper „L’italiana in Algeri“ („Die Italienerin in Algier“) des Belcanto-Großmeisters Gioachino Rossini sein.

Tagsüber auf die Piste oder die Loipe, abends in die Oper und danach auf ein haubengekröntes Essen: Nur wenige Gehminuten von den Erler Kulturstätten entfernt liegt der Gasthof Blaue Quelle, der vor Kurzem zu Österreichs „Wirtshaus des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Das könnte Sie auch interessieren


nach oben
Live Chat
Live Chat