Zur Grundausrüstung bei Skitouren gehören Tourenski mit Fellen, Tourenstöcke, passende Tourenskischuhe sowie funktionale Kleidung nach dem Zwiebelprinzip inklusive ausreichend Wechselwäsche. Achte auf ein möglichst geringes Rucksackgewicht. Unverzichtbar im freien Gelände ist die vollständige Lawinennotfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) sowie ein Erste-Hilfe-Set, ein Biwaksack und ein aufgeladenes Mobiltelefon. Ausreichend Flüssigkeit und Verpflegung sollten ebenfalls mitgeführt werden. Ein Lawinenairbag-Rucksack kann im Ernstfall die Überlebenschancen zusätzlich erhöhen.
Die Angaben dienen als Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ausrüstung ist stets an Tourenziel, Wetterlage, Jahreszeit, Naturgefahren, Umwelteinflüsse sowie den persönlichen Bedürfnissen anzupassen.
Das Schobertörl verbindet als hochalpiner Übergang das vogelwilde Ralftal mit dem weitläufigen Debanttal. Es befindet sich nordöstlich des markanten Hochschobers mit seiner legendären Nordflanke. Die Skitour zum Törl ist abwechslungsreich und nirgendwo sonderlich schwierig. Kondition und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen sind aber bei der Begehung des Ralftales dennoch vonnöten, da zu Beginn in einem Bachgraben, umgeben von steilen Hängen, angestiegen werden muss. Das Schobertörl gilt auch als ideales Ausweichziel, wenn die Verhältnisse am Hochschober nicht ideal sein sollten. Ausgangspunkt ist die Fraktion Lesach, kurz vor Kals. Die Straße leitet uns zwischen urigen Häusern zum ausgewiesenen Parkplatz bei einer Holzschupfe in Oberlesach (1.415 m). Die Zufahrt zum sperrenden Schranken ist mittlerweile nicht mehr gestattet und es gilt über die bergseitigen Wiesen zum Forstweg abzukürzen. Die breite Schotterstraße bringt uns nun immer taleinwärts zur netten Lesachalm Hütte (1.818 m, 1 ½ Stunden), die wir in einer fallenden Querung erreichen. 60 Höhenmeter Gegenanstieg beim Rückweg sind hier einzuplanen. Die Skispur schwenkt nun hinunter zum Bach und hält sich kurz am Forstweg in südlicher Richtung in ein verstecktes Hochtal (Ralftal). In dem oftmals von Lawinenkegeln aufgefüllten Bachgraben gewinnen wir mühsam an Höhe, bis wir die Talsohle des Ralftals erreichen. Über weite Böden und Mulden streben wir in nun südöstlicher Richtung, weit unter der eindrucksvollen Hochschober Nordflanke, unserem Tourenziel entgegen. Dieses bildet einen tiefen Einschnitt zwischen Kleinschober (rechts) und dem zerrissenen Debantgrat (links). Erst zum Schluss nimmt die Neigung der Hänge etwas zu und nach ein paar Spitzkehren im steilen Schartenhang (NW, 30°) betreten wir die schmale Scharte mit ihrem unverkennbaren, großen Steinmann. Abfahrt entlang der Aufstiegsspur zur Lesach Hütte und über den Forstweg retour nach Lesach. Es ist auch möglich, zur Lesachalm Hütte über den Sommerweg, rechts des Lesachbachs, aufzusteigen. Dieser setzt beim E-Werk in Unterlesach an und kann auch als Abfahrtsvariante genützt werden (Lawinengefahr).
Weitere Skitourentipps erhalten Sie in den Skitourenführern von Thomas Mariacher, hier erhältlich: https://www.tyroliaverlag.at/item/Skitouren_in_Osttirol_und_Oberkaernten/Thomas_Mariacher/43058387
mit der Linie 952 nach Kals/Lesacherhof
Über die Kalser Landesstraße nach Kals/Lesach und von dort aus bis zum Parkplatz in Oberlesach
in Oberlesach gebührenpflichtig, in Kals/Lesach gratis.