Die Sage erzählt, dass die Senner, die vor langer Zeit in Übermut und Frevel lebten, überflutet und im Wildseelodersee ertränkt wurden. Davor hüten wir uns natürlich, aber der Schauplatz und der gleichnamige Gipfel sind dennoch wirklich sagenhaft.
Mittelschwere Gipfeltour in den Kitzbüheler Alpen auf den Wildseeloder, den Fieberbrunner Hausberg. Nach dem Auftakt auf Schotterwegen bei den Wildalmen wird der Steig schmäler und deutlich steiler und zieht in Serpentinen zum Wildseeloderhaus, begleitet von weidenden Schafen und dem Gefühl, immer tiefer in eine eigene kleine Bergwelt einzutauchen. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der schwarzblaue Wildseelodersee, eingerahmt von Wildseeloder und Henne, bevor der Schlussanstieg über felsige Passagen, Kehren und steilere Stufen zum Gipfel führt. Oben wartet ein besonderes Zeichen der regionalen Bergbautradition: das aus dem letzten Pillerseer Stahl geschmiedete Gipfelkreuz. Mit Wildalm und Wildseeloderhaus bieten sich unterwegs attraktive Einkehr- und Pausenmöglichkeiten, inklusive Schaukäserei mit Verkostung und kleinem Kino.
Von der Bergstation Lärchfilzkogel führt der Steig bergab in eine Senke und von dort hinunter über einen geschotterten Weg zu den Wildalmen. In der Wildalm Schaukäserei kann man nicht nur verschiedene Käsesorten verkosten und kaufen, sonder auch notstalgische Filme von Fieberbrunn im kleinsten Kino sehen. Ab den Wildalmen wird der Steig schmäler und steiler. In Serpentinen steigt man Richtung Wildseeloderhaus auf, das man schon von Weitem erkennen kann. Immer wieder trifft man entlang des Weges auf die weidenden Schafte. Nach ca. 45 min Gehzeit erreicht man das Wildseeloderhaus, ein Schutzhaus des Alpenvereins, das auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Eingebettet zwischen den Gipfeln von Wildseeloder und Henne "erscheint" er dann dort oben - der schwarzblaue Wildseelodersee. In dessen Wasser der Sage nach die in Frevel lebenden Senner ertrunken sind. Ihre Schreie soll man heute noch bei den kleinen Wasserfällen - den Schreienden Brunnen - weit unten im Hörndlinger Graben hören.
Auf der rechten Seeseite führt der Steig entlang. Über Kehren geht es die Seewand (Hang) bergauf bis zum Törl. Durch diese Felsscharte durchgehen. Über einen Rücken und zum Schluß einige steilere Stufen erreicht man in ca. 45 Minuten ab dem Wildseeloderhaus den Gipfel auf 2.118 m Seehöhe.
Das letzte aus Pillerseer Stahl geschmiedete Gipfelkreuz ist Zeichen einer langen Bergbautraditon in der Region.
Für den Rückweg hinunter zum See kann man den Steig in südlicher Richtung über die Seenieder wählen. Ab dem Wildseelodersee führt der selbe Weg bergab zu den Wildalmen und hinauf zur Bergstation Lärchfilzkogel.
Mit dem Bus: Busverbindung von Ellmau / Kitzbühel / St. Johann i.T. / Lofer und innerhalb der Region Pillerseetal. Haltestelle Fieberbrunn Bergbahn. Bus kostenlos mit Gästekarte.
Letzte Abfahrtszeit ab Fieberbrunn Bergbahn unter VVT.at
Mit dem Zug: kostenlose Zugverbindung von Wörgl bis Hochfilzen (Regionalzüge) mit Gästekarte. Bahnhof Fieberbrunn. Gehzeit zur Bushaltestelle Fieberbrunn Rosenegg Steig Richtung Bergbahn ca. 10 min.
Parkplätze Talstation Bergbahnen Fieberbrunn