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Neo-Wirtshäuser

16.11.2022 in Essen & Trinken

Im Berghof kommen nur die eigenen Lämmer auf den Tisch. , © Tirol Werbung / Ramon Haindl Im Berghof kommen nur die eigenen Lämmer auf den Tisch.  © Tirol Werbung / Ramon Haindl

Speckknödel und dazu ein Bier? Wenn die Klassiker gut gemacht sind, braucht es für ein Wirtshaus eigentlich nicht mehr. Diese zehn Wirtshäuser pflegen einerseits die Traditionen, haben sich mit einer speziellen Idee oder besonderer Qualität jedoch noch zukunftsfähiger gemacht.

Arche (Rinn)

Jahrelang hat Günter Eberl im Schwan in Wattens gekocht und dafür gesorgt, dass Wattens ein Hotspot des guten Geschmacks ist. Jetzt zog er weiter nach Rinn und errichtete dort seine Arche. Ein modernes und lichtdurchflutetes Wirtshaus mit wunderschöner Terrasse. Was sich nicht geändert hat, ist seine Leidenschaft für saisonale und regionale Gerichte. Gut, dann eben nach Rinn.

Bierol (Schwoich)

Wie der Name vermuten lässt, genießt Bier im Bierol einen hohen Stellenwert. Zu Recht, immerhin ist das Bierol nicht nur ein bierfreundliches Lokal, sondern auch eine richtige Brauerei. Aus den Schwoicher Sudkesseln kommen einige der spannendsten Biere Tirols. Und das ist im Taproom & Restaurant nicht anders. Mit Thomas Moser am Herd zog Kreativität und Spaß am Experiment ins Bierol ein. Und das ist gut so.

Die Wilderin (Innsbruck)

Die Wilderin ist ein Juwel mitten in der Innsbrucker Altstadt und ein sicherer Hafen für alle, die ehrliche Regionalität und authentische Gerichte suchen. Persönlicher und enger Kontakt zu Bauern und der Jägerschaft, sowie solides Handwerk in der Küche garantieren genau das. Außerdem findet man auch immer wieder auch Außergewöhnliches im Angebot. Zum Beispiel das vermutlich beste Fohlengulasch des Landes.

Dresch (Erl)

Eine Erler Perle könnte man sagen. Denn was der Dresch schafft, schaffen nicht viele. Den Spagat zwischen einer der besten Pizze im Tiroler Unterland und eindrucksvoller Wirtshausküche mit Bodenhaftung. Wobei – bei aller Verbundenheit zur Tiroler Heimat – immer auch ein kokettes Augenzwinkern in Richtung Adria dabei ist. Hin und wieder sind Steakwochen im Dresch. Da sollte man sich auf jeden Fall an die ungewöhnlichen Cuts halten.

Gasthof Berghof (Pfunds)

In Tirol gibt es ein beispielhaftes Projekt, bei dem Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer an einem Strang ziehen. Dabei geht es um die freiwillige Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Der Berghof in Pfunds war hier bei den ersten Betrieben, die sich dem Projekt angeschlossen haben. Stets auf der Speisekarte: Köstliches vom Tiroler Berglamm, Hirsch, hausgebrautes Bier und Wein aus Pfunds.

Gasthof Himmelhof (Schwaz)

Der Himmelhof liegt etwas versteckt. Man muss über die alte Schwazer Steinbrücke, am Krankenhaus vorbei und dann gleich links. Sollte man ihn nicht gleich finden, die Suche lohnt. Gelebte Tiroler Gastlichkeit seit einer – gefühlten – Ewigkeit. Hervorzuheben sind jedenfalls jene Gerichte, die Kern der Tiroler Wirtshauskultur ausmachen. Etwa die Zillertaler Ofenleber, die hier so gut gelingt wie kaum anderswo.

Gasthof Nester (Stumm)

Der Dorfplatz in Stumm gehört zu den schönsten und eindrucksvollsten Dorfplätzen Tirols. Der Platz zwischen Kirche, Schloss und Dorfbrunnen ist oft auch Kulisse für Theaterveranstaltungen, und der Nester prägt dieses Bild mit. Die Speisekarten spiegeln die Leidenschaft Georg Hausers für die klassische, traditionelle Tiroler Küche wider. Angeschlossen ist – selten genug – eine eigene Metzgerei.

Gründlers Genießerwirtshaus (Achenkirch)

Bei Armin und Alexander Gründler (Vater und Sohn) in Achenkirch gab und gibt es stets zweierlei. Eine hochdekorierte „Gourmetstube“ und ein solides „Genießerwirtshaus“ mit Slow Food-Affinität und bodenständigen Gerichten. Die Wirtshauskarte lässt kaum Wünsche offen, und gleich auf der ersten Seite ist ein ehrlich gemeintes Bekenntnis zur Herkunft und zu den landwirtschaftlichen Partnern zu lesen.

Schulhaus (Zellberg)

Leidenschaftliche Menschen am Herd und im Service, eine Terrasse mit atemberaubendem Blick runter aufs Zillertal und die umliegenden Berge, eine Weinkarte, die sich mehr als sehen lassen kann. Das Schulhaus in Zellberg ist definitiv anders. Kalbfleisch kommt vom einzigen Bauernhof Tirols, der biodynamische Landwirtschaft betreibt, das Wild von Jägern der benachbarten Reviere. Was Stefan Geisler in der Küche daraus macht, ist großes Kino.

ZOMM im Meilerhof (Seefeld)

„Zomm“ steht auf tirolerisch für „zusammen“. Im konkreten Fall ist das Gemeinsame von Thomas Kluckner und Waal Sterneberg gemeint. Also ihre gemeinsame Vergangenheit in der Sternegastronomie, aber auch ihre gemeinsame Philosophie in Bezug auf Regionalität, kurze Wege und Gerichte mit Bodenhaftung. Das ZOMM im Meilerhof steht für all das. Von der herzhaften Marend bis zum klassischen Tafelspitz.

Jürgen Schmücking ist Journalist und Fotograf mit den Schwerpunkten Kulinarik, Gastronomie und Landwirtschaft. Seine Reportagen erscheinen in österreichischen und deutschen Magazinen. Jürgen Schmücking lebt mit seiner Familie in Tirol.

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