Sommerurlaub am Achensee, © Tirol Werbung/W9 Studios
Sommerurlaub am Achensee, © Tirol Werbung/W9 Studios

10 Tipps für den Sommer in Tirol


Was tun im Sommer in Tirol? Wandern? Mountainbiken? Klettern? Die bessere Frage ist doch: Wo anfangen bei den schier unendlichen Möglichkeiten, in den Bergen eine richtig gute Zeit zu verbringen?

Was gibt uns ein gutes Gefühl, wann sind wir ganz eins mit uns selbst und zufrieden mit der Welt? Probieren Sie es mit einer mehrtägigen Wanderung entlang des Osttiroler Adlerweges. Oder mit einem Täfelchen „Tiroler Edle“-Schokolade. Mit der Eroberung eines Boulder-Felsens im Pitztal oder einem Segeltörn am Achensee. Wir haben zehn ganz unterschiedliche Tipps für perfekte Sommertage in Tirol zusammengestellt, für Sportler und Genießer, für Kinder und Kulinariker. Gemeinsam ist all diesen Verlockungen, dass sie uns und unsere Gäste rundum glücklich machen.

Ramolhaus in den Ötztaler Alpen, © Tirol Werbung/W9 STUDIOS

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Hüttentour aufs Ramolhaus

Der höchste Punkt Hamburgs liegt im Ötztal

Das höchstgelegene Haus Hamburgs befindet sich keineswegs auf irgendeinem Hügelchen im norddeutschen Flachland an der Elbe, und man begrüßt einander dort auch nicht mit „Moirn, Moirn!“. Denn das Ramolhaus gehört zwar der Sektion Hamburg und Niederelbe des Deutschen Alpenvereins, thront jedoch auf 3.006 Metern oberhalb des Gurgler Ferners im hintersten Ötztal. Dementsprechend ist ein herzlich kerniges „Griaß di!“ der angemessene Gruß unter Bergsteigern, die den Sonnenaufgang und den Blick über fast zwei Dutzend Gletscher auf der Terrasse einer der schönsten Schutzhütten Tirols genießen, bevor sie zu einer Tour zum Beispiel auf die Ramolkögel oder die Firmisanschneide aufbrechen. Geübte Bergsteiger erreichen das Ramolhaus in jeweils etwa 4 Stunden von Obergurgl oder von Vent aus. Während man jeweils rund 1.100 Höhenmeter aufwärts strebt, beginnt man zu ahnen, welche Leistung Martin Scheiber vollbrachte, der das Ramolhaus 1881 als erste Schutzhütte im Ötztal errichtete. Der heutige Pächter Lukas Scheiber ist der Urenkel des Bergtourismus-Pioniers.

Zirbenweg hoch über Innsbruck, © Tirol Werbung/Verena Kathrein

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Wanderung auf dem Zirbenweg

Heiß geliebter Wanderweg hoch über Innsbruck.

Mehr als ein Spaziergang, aber weit diesseits der Grenze zur Überforderung durchschnittlich geländegängiger Menschen: Das ist der von Einheimischen wie Gästen vollkommen zu Recht heiß geliebte Zirbenweg. Immer mit Blick auf das mittlere Inntal, Innsbruck und die Nordkette wandert man an der Kuppe des Innsbrucker Hausbergs Patscherkofel entlang durch den höchstgelegenen botanischen Schaugarten Europas. Ehrfürchtig zu bestaunen gibt es nicht nur einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas mit bis zu 500 Jahre alten Exemplaren dieser Hochgebirgs-Überlebenskünstler, die dem Wanderweg seinen Namen geben. Ende Juni, Anfang Juli blühen entlang des Weges auch unzählige tiefrosafarbene bis hellrote Almrosen (eigentlich: rostblättrige Alpenrosen). Man begeht den Zirbenweg entweder vom Patscherkofel-Schutzhaus Richtung Osten bis zur Tulfeinalm in Tulfes (Spezialtipp: die Kuchen der Hüttenwirtin!) oder umgekehrt; der Wanderbus, der zwischen Tulfes und der Patscherkofel-Talsation verkehrt, ist im Preis für die Lifttickets inbegriffen.

Adlerweg-Etappe von der Stüdlhütte zum Lucknerhaus, © Tirol Werbung/Frank Bauer

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Weitwandern auf dem Osttiroler Adlerweg

Für Geübte, die das echte Bergsteigerfeeling suchen

Ein Adler hat, was in unserer Alltagsgetriebenheit oft fehlt: den Überblick! Sich, in großer Höhe wie auf Adlerschwingen dahingleitend, ein Land zu erwandern, kann helfen, den Überblick zu erlangen. Die neun Etappen des Osttiroler Adlerweges bilden die gedachte Silhouette eines Adlers; die ersten fünf Etappen führen von Ströden bis zum Matreier Tauernhaus. Jede Etappe kann auch als einzelne Tagestour gegangen werden, leidenschaftliche Weitwanderer aber nützen die Tatsache, dass die Route durch zahlreiche Hütten erschlossen ist. Dem Kalser Bergführer Christian Riepler, der die Region kennt wie seine redensartliche Westentasche, fällt zu jeder Unterkunft etwas Besonderes ein: „Von der Bonn-Matreier Hütte sieht man die Dolomiten. Direkt hinter der Sudetendeutsche Hütte liegt ein See, und die Stüdlhütte ist vielleicht die mit dem größten Bergsteigerfeeling…“ Rieplers Lieblingsetappe ist Nr. 5 von der Badener Hütte zum Matreier Tauernhaus: „Gewaltige Kulisse, spektakuläre Blicke in die Gletschwelt des Großvenedigers. Highlight der Wanderung ist das Löbbentörl, einer der magischsten Punkte im ganzen Nationalpark.“

KaiserWelt in Scheffau, © TVB Wilder Kaiser

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Bergerlebniswelten Wilder Kaiser

Abenteuer im Kaiserreich der Phantasie

Kinder sind sowieso immer für ein Abenteuer zu haben; und Eltern, die einen spielerischen Zugang zum Leben noch nicht verlernt haben, tauchen am Wilden Kaiser mit ihren jüngsten Familienmitgliedern in phantasie- und liebevoll gestaltete Berg-Erlebniswelten ein. Ellmis Zauberwelt am Hartkaiser, zum Beispiel, ist von Feen, Kobolden und Berggeistern bewohnt. Ob die auch die bequeme Zehner-Gondelbahn nehmen, um ihren Zauberberg zu erreichen? Im Hexenwasser in Hochsöll gibt’s zwar von einem Bienenhaus bis zu Klangsteinen auch jede Menge trockener Vergnügungen zu erleben, aber klar ist, dass auch nach Herzenslust geplantscht und gepritschelt wird – eine Garnitur trockener Kleider zum Wechseln mitzubringen, schadet deshalb nie. Und in der KaiserWelt Scheffau sind es nur ein paar Schritte von der Bergstation der Scheffau-Brandstadl-Gondelbahn zum Burgtor, dem Eingang in ein Phantasieland mit Kletterwand, Baumhütten und Spielgeräten aller Art.

Enduro-Biken in Nauders, © Nauders Tourismus/Andreas Vigl

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3-Länder-Enduro-Trails in Nauders

Drei Länder, ein Bike: Der Flow ist das Ziel

Enduro-Bikes sind die Alleskönner unter den Bergfahrrädern, Enduro-Biker deshalb diejenigen, die einen knackig-fordernden Anstieg ebenso lieben wie eine adrenalinschwangere Abfahrt über bockige Wurzelteppiche. Die Grenzen im eigenen Kopf zu überwinden, kann eine psychologische Herausforderung sein – die Landesgrenzen zwischen Österreich, Italien und der Schweiz zu überwinden, ist auch anspruchsvoll, gleichzeitig aber das reinste Vergnügen. Denn die 3-Länder-Enduro-Trails in Nauders am Reschenpass, einer der schönsten Ecken Tirols, bieten Mountainbikern alles, was sie sich nur wünschen können.

E-Bike-Fahrtechniktraining mit Kurt Exenberger von der Bikeacademy, © Kitzbüheler Alpen@Mirja Geh-eye5

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MTB-Fahrtechniktrainings in Kirchberg

E-normer Spaß am Mountainbike in der Bike Academy

Ob E-Bike, Fatbike oder ein herkömmliches Mountainbike – in Sachen Trends im Bergradsport macht Kurt Exenberger niemand etwas vor. Der Gründer der Bikeacademy in Kirchberg weiß, wovon er redet, denn sein Leben ist ohne geländegängiges Zweirad nicht zu denken. Die Academy war vor 17 Jahren Österreichs erste Mountainbike-Schule und ist immer noch eine von nur einer Handvoll im ganzen Land. Exenberger kümmert sich mit seinem Team hingebungsvoll um Einsteiger ebenso wie um Spitzensportler. „Unser Flaggschiff ist ganz klar das Fahrtechniktraining“, erzählt Kurt. „In der Breite, Angebotsvielfalt und Regelmäßigkeit von Mai bis Ende September macht uns das so schnell keiner nach. Und wir haben einen Know-how-Vorsprung.“ Know-how und Fahrtechnik sind auch beim Megatrend E-Mountainbiken die entscheidenden Faktoren. Von Profis gezeigt zu bekommen, wie es geht, erhöht Genuss und Sicherheit beim Fahren mit elektronischem Antrieb enorm. Denn: „E-Bikes sind deutlich schwerer. Die schieben bei den Abfahrten viel mehr und sind deshalb schwieriger zu beherrschen.“

Achensee, © Tirol Werbung/W9 STUDIOS

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Actionreiches am Achensee

Großer Sportspaß am größten Tiroler See

Es ist nicht zu bestreiten: Auf Binnenlandbewohner übt das Wasser einen besonderen Reiz aus. Kein Wunder, dass Tiroler – bekanntlich nicht mit einem Zugang zu einem Ozean gesegnet – den Achensee liebevoll als das „Meer der Tiroler“ bezeichnen. Tatsächlich erinnert der größte See des Landes mit seiner langgestreckten Form eher einen Fjord. Denn Meer haben die Tiroler keines, dafür aber gewaltige Berge, in die der Achensee malerisch eingebettet liegt. Und alles, was man im, auf dem und rund um das Wasser tun kann, tut man am Achensee mit einem herrlichen Panoramablick. Mag schon sein, dass man während allererster, noch etwas unbeholfener Versuche beim Stand-up-Paddeln keine rechte Muße hat, sich umzuschauen. Aber im Segelboot übers Wasser zu flitzen, sich auf dem Surfbrett in den Wind zu stemmen oder sich gar mit einem Kite frei wie ein Vogel in die Lüfte zu erheben: Geräte und professionellen Instruktionen gibt’s in allen Orten rund um den See. Und wer beschauliche Grandezza sportlicher Action vorzieht, findet in einem der Strandbäder oder bei einer Dampferfahrt auch alles, was sein Herz begehrt.

Klettersteig „Little Ballun“, © TVB Paznaun-Ischgl

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Klettersteig-Tour in Galtür

„Little Ballun“: Kraxelfreuden für Einsteiger und Familien

Das Wetter ist prächtig, die Laune auch. Und das Abenteuer wartet wenige Gehminuten von der Bergstation der Birkhahnbahn in Galtür entfernt: „Little Ballun“ ist ein bestens gesicherter Klettersteig und schon für Kinder ab acht Jahren geeignet – perfekt auch für Erwachsene, die sich mehr zutrauen als einen herkömmlichen Wanderweg. Ohne entsprechende Ausrüstung geht’s natürlich auch in einer einfachen (A) bis mittelschwierigen (B) Route nicht, Klettersteigset, Helm, Handschuhe und feste Schuhe sind ein Muss. Außerdem empfehlenswert: etwas zu trinken, ein Erste-Hilfe-Set und Kleidung zum Wechseln (Klettern ist eine schweißtreibende Angelegenheit). Bergführer Christoph Pfeifer hat noch ein paar Extra-Tipps parat: „Abstand halten zum Vordermann, damit der sich nicht gehetzt fühlt!“ Und: „Wachsam bleiben! In der Wand achten wir nicht nur auf uns selbst, sondern auch auf die anderen Kletterer.“ Nervosität wandelt sich in Konzentration, die ungewohnte Kraftanstrengung in Selbstvertrauen und dann, eine knappe Stunde später, in eine Aufwallung von glücklichem Stolz. Geschafft!

Bouldern in Ritzenried im Pitztal, © TVB Pitztal

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Familien-Bouldern im Pitztal

Der Fels als Spielplatz: Hoch hinaus mit der ganzen Familie

Mandlers Boden sieht aus, als ob dort ein Riese mit Kieseln gespielt hätte: Das märchenhafte Waldstück oberhalb des Weilers Ritzenried im Pitztal ist mit Felsblöcken übersät und wie geschaffen zum Bouldern. Viele der 55 Blöcke und rund 176 Boulderprobleme weisen nur einen geringen Schwierigkeitsgrad auf und sind daher optimal für Familien und Einsteiger jeden Alters. „Das tapfere Schneiderlein“, „Rumpelstilzchen“ und „Jogibär“ etwa sind nur 1,50 bis 2,20 Meter hoch. Erwachsene hingegen finden ihre Herausforderungen an Felsen, die bis zu vier Meter aufragen und deren Schwierigkeitsgrade bis in den oberen Skalenbereich reichen. Wer das Klettern in Absprunghöhe ohne Seil und Gurt einmal ausprobieren möchte, tut das am besten in einem Schnupperkurs. Die Pitztaler Bergführer bringen nicht nur Einsteigern alles Nötige bei, sondern liefern nebenbei gern Tipps für weitere Tage in der Vertikalen. Wie wär’s mit „Pitzis Kletterfelsen“ in Jerzens, dem „Kletterpark Gletscherstube“ oder „Richi‘s Wall“?

Haags Schoko-Laden („Tiroler Edle“) in Landeck, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer

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Geballte Genusskompetenz in Landeck

Essen & Trinken in der Genussregion rund um Landeck

Chocolatier Hansjörg Haag verarbeitet am liebsten, was er sehen kann, wenn er in Landeck aus dem Fenster schaut. Die Metapher ist im Grunde wörtlich zu verstehen: In „Tiroler Edler“ finden sich – abgesehen naturgemäß vom Kakao – fast ausschließlich Zutaten aus der Gegend. Haags wichtigster Partner, wenn man so will, ist das Tiroler Grauvieh bzw. die Milch dieser uralten autochthonen Tiroler Rinderrasse. In Kombination zum Beispiel mit einem Edelbrand aus der Stanzer Zwetschke – ebenfalls alt, beheimatet im bekanntesten Tiroler Brennerei-Dorf in perfekter Sonnenlage oberhalb von Landeck – ergibt das pure Poesie für den Gaumen und die Seele. Was für Haag und Stanzer Destillerien wie etwa die vielfach ausgezeichnete von Christoph Kössler gilt, hat sich Seppl Haueis, Chef des altehrwürdigen Postgasthofes Gemse in Zams, explizit als Motto gegeben: Traditionelles auf internationalem Niveau. Auch hier kommt bevorzugt auf den Tisch, was der Wirt und seine Gäste sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen – Produkte aus der eigenen Landwirtschaft und der eigenen Jagd, raffiniert verfeinert mit Aromen aus dem eigenen Kräutergarten

 

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