Adlerweg-Etappe 21, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
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Adlerweg-Etappe 21: Württemberger Haus - Memminger Hütte


Steile Steige, seilversicherte Steigspuren, abschüssige Bergwiesenhänge, Felsen, Flanken, Kare. Wer sich auf diese Gratwanderung begibt, wird bergsteigerisch gefordert, aber mit großartigen Ausblicken belohnt. Das erste und höchste Gipfelerlebnis bietet die Großbergspitze mit 2.657 Meter. Eine seilversicherte Stelle leitet zu ihrem Gipfel. Danach wird der Großbergkopf bezwungen, der mit 2.612 Meter nur wenig niedriger ist. Danach zur Seescharte hinauf, auf der anderen Seite wieder hinab und die Memminger Hütte mit idyllischem Bergsee-Trio ist nicht mehr weit.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Der Alpinist Anton Spiehler. Die Memminger Hütte auf dem Lechtaler Höhenweg gehört dem Deutschen Alpenverein, Sektion Memmingen. Sie liegt auf 2.242 Meter, am Adlerweg und am Europäischen Weitwanderweg E5, unter der Parseierspitze (3.036 Meter), dem höchsten Berg der Lechtaler Alpen. Ihr Entstehen verdankt sie der Initiative des bayrischen Alpinisten Anton Spiehler, der in den Jahren 1885 -1886 ihren Bau engagiert vorantrieb. Anton Spiehler gilt als Erschließer der Lechtaler und Allgäuer Alpen. Nach ihm sind der Spiehler Turm östlich der Parzinnspitze auf 2.550 Meter, der Spiehlerkamm über der oberen Seewiese, der Spiehlerweg zur Augsburger Hütte und die Spiehlerscharte (Allgäuer Alpen) benannt. Trotz der Abgeschiedenheit der Memminger Hütte und der damit verbundenen schwierigen Lieferwege gibt es dort frischgekochtes, gutbürgerliches Essen. Auch selbst gebackene Kuchen und vegetarische Gerichte werden zur Stärkung der Wanderer und Bergsteiger aufgetischt.

Memminger Hütte (c) Helmut Hörmann/Landeschronist Tirol

Adlerblick · Hier ist der Blick zugleich auch ein Kick: Direkt vom Grat schaut man hinunter ins idyllische Patroltal, wo am Talschluss zahlreiche Lärchen wachsen. Auch von der Großbergspitze selbst eröffnet sich eine sagenhafte Panorama-Aussicht auf die umliegende Bergwelt.

Adlerkick · Am Großbergkopf nicht den Kopf verlieren, sondern konzentriert auf den Weg achten, denn nach dem Gipfel geht es ziemlich steil und ausgesetzt hinunter. Man könnte zum Gipfelsammeln auch einen Abstecher zu den beiden Spießrutenspitzen machen – Kletterrouten im Schwierigkeitsgrad zwischen II und IV.

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Ausgangspunkt  

Württemberger Haus

Endpunkt

Memminger Hütte

Länge

7 km

Gehzeit

5 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

schwierig

Höhenlage

2.623 m

Höhenmeter

Bergauf: 670 m
Bergab: 650 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt:Württemberger Haus

Vom Württemberger Haus führt ein Steig zunächst ein kurzes Stück bergab. Dann werden sanft ansteigend Wiesenhänge und ein Schuttkar gequert, ehe der Steig mitunter steil durch eine felsdurchsetzte Grasflanke mit einer seilversicherten Stelle zum Grat leitet. Nun geht es links und rechts des Grats fast eben nach Norden zum Gipfel der Großbergspitze mit ihrem einfachen Holzkreuz. Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick auf die Lechtaler Alpen. Von der Großbergspitze führt die Route am Gratrücken ein kleines Stück sanft hinab. Danach wird ansteigend ein Felsriegel mit Hilfe von Drahtseilen überwunden, anschließend steigt man mit wenigen Schritten hinauf zum Großbergkopf. Jetzt geht es links vom Grat auf dem schottrigen Steig recht abschüssig und ausgesetzt wieder hinunter, vorbei am Großbergjoch. Zunächst weiter absteigend über einige Wiesenhänge, bis der Steig erneut hinaufzieht. Er quert ein Schuttkar und führt zum Schluss noch etwas steiler empor zur Seescharte. Von dort geht es auf der anderen Seite wieder hinunter, durch Schutt und Geröll und über erdigen Boden. Bald leitet der Weg oberhalb einer kleinen Schlucht entlang und führt ins Wiesengelände. Schließlich wandert man noch vorbei am größten See im Umfeld der Hütte und ist am Etappenziel, bei der aussichtsreichen Memminger Hütte (2.242 Meter) angelangt, die wie ein Adlernest unter den Berggipfeln liegt.

Endpunkt:Memminger Hütte

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