Fulminant – so lässt sich diese Etappe mit einem Wort zusammenfassen. Fulminant, der Ausblick auf den Großvenediger. Fulminant ist auch die Neue Sajathütte, die als „Schloss in den Bergen“ bezeichnet wird und eine willkommene Pausestation für uns darstellt. Essen und Staunen und dann geht es weiter zur beschaulichen Eisseehütte, unserem heutigen Etappenziel.
Schwere Etappe auf schwarzen Bergwegen. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung für hochalpines Gelände erforderlich. Wir passieren abschüssige Felsensteige, teils mit Stahlseilen versichert, steigen über kräftezehrende Schuttrinnen ab und passieren Grate. Sehr gute Kondition erforderlich.
Streckenbeschreibung:
Der Normalweg über die Sajatscharte musste bereits vor Jahren wegen latenter Steinschlaggefahr aufgelassen werden. Mittlerweile gibt es einen neuen Verbindungssteig (schwarzer Bergweg!) der als „Kreuzspitz-Höhenweg“ ausgeschildert ist, und über die „Schernesscharte“, die am Kamm unterhalb der Kreuzspitze verläuft, führt. Die Kreuzspitze (3.155m) ist von dort in einer ½ Stunde erreichbar. Als Lohn für den Aufstieg wartet eine großartige Aussicht auf die höchsten Berge der Venedigergruppe. Der Abstieg zur Neuen Sajathütte führt dann über einen mit Stahlseilen versicherten „Felsensteig“. (anspruchsvoll!) Das Etappenziel – die einfachere, aber ebenfalls gemütliche Eisseehütte – liegt allerdings noch ein gutes Stück entfernt.
Ein etwas weniger anspruchsvoller und kürzerer Übergang führt von der Johannishütte auf direktem Wege über die Zopatscharte (2.951 m) zur Eisseehütte. (roter Bergweg!) Man verlässt die Hütte in östlicher Richtung, und steigt in einigen Serpentinen bis zu einem markanten „Steinmann“ auf. Von dort in östlicher Richtung über die weiten Bergwiesen des „Zopat“ bis zur Weggabelung „Kreuzspitze“ (2.750 m) und weiter Richtung Osten am Fuße der Zopetspitze entlang, bis zur Zopetscharte. Der Abstieg erfolgt die ersten 100 Hm in steilen Kehren (seilversichert!), und führt dann hinunter in den Talgrund der „Kleinitzalm“. Nach Überquerung des Timmelbaches ist man in kurzer Zeit bei der "Eisseehütte".