Adlerweg Etappe O1, © Tirol Werbung/Frank Bauer
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Adlerweg Etappe O1: Essener und Rostocker Hütte, © Tirol Werbung/Frank Bauer
© Adlerweg Etappe O1: Essener und Rostocker Hütte, © Tirol Werbung/Frank Bauer
Adlerweg Etappe O1, © Tirol Werbung/Frank Bauer
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Adlerweg Etappe O1, © Tirol Werbung/Frank Bauer
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Adlerweg Etappe O1: Johannishuette, © Virgentaler Hütten
© Adlerweg Etappe O1: Johannishuette, © Virgentaler Hütten

Adlerweg-Etappe O1: Ströden - Johannishütte


Es geht hinauf zu gleißenden Gletschern, tosenden Wasserfällen und sprudelnden Gletscherbächen. In der Nähe der berühmten Umbalfälle, bei Prägraten/Ströden, startet die erste Etappe des Adlerweges Osttirol. Zuerst führt der Weg durch lichten Lärchenwald, bald schon hört man die Murmeltiere pfeifen. Vorbei an der Göriacher Ochsnerhütte mit Einkehrschwung in der Essener-Rostocker Hütte, weiter auf dem Schweriner Weg unterhalb vom Kleinen Geiger vorbei zum „Türmljoch“ und entlang von wegweisenden Steinmandln zur Johannishütte, der ältesten Hütte in den Ostalpen. Sie wurde 1857 errichtet und 1999 renoviert. Ein ersehntes Ziel, denn diese Etappe ist lang, jedoch landschaftlich besonders schön.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Die Alpen-Sherpas. Der Großvenediger mit seinem weißen Majestätsmantel ist der vergletscherte Hauptgipfel der Venedigergruppe. Erst im Jahr 1841, vierzig Jahre nach der Erstbesteigung des Großglockners, wurde er bezwungen. Hochtouren über spaltenreiches Gletschergelände wurden mit dem aufkommenden Alpinismus immer beliebter, deshalb entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine erste Infrastruktur an Schutzhütten. Das gesamte Material wie Proviant, Zementsäcke, Brennholz uvm. wurde von Hüttenträgern, den „Alpen-Sherpas“, zu den exponierten Standorten transportiert. Auch wenn zur Unterstützung Lasttiere eingesetzt wurden, ist die Leistung dieser „Schlepperbanden“ gewaltig. Gleichzeitig waren die Träger auch die ersten Bergführer, denn nicht selten mussten sie, von Hüttenwirten beauftragt, Gäste führen oder waren an Rettungseinsätzen beteiligt. Den Lebensunterhalt konnte man mit den sehr geringen Löhnen, die vom Gewinn des Hüttenwirtes abhängig waren, allerdings nur schwer bestreiten und so waren in den damaligen harten Zeiten die Leute auf jedes Zubrot angewiesen. Später lösten mehr und mehr Hubschrauber, die in den 1970er Jahren für 4 Schilling pro Kilo flogen, die menschlichen Träger ab.

Alpensherpa (c) Baumann-Schicht, Bad Reichenhall

Adlerblick · Im Gebiet der stolzen Dreitausender offeriert sich ein gewaltiges Panorama an majestätischen Gipfeln. Von der Essener-Rostocker Hütte aus hat man Aussicht auf mindestens zehn Eisriesen, von der Johannishütte bietet sich der schönste Ausblick auf seine Hoheit, den Großvenediger.

Adlerkick · Das Türml (2.844 Meter) ist ein Berggipfel des Dorferkamms. Der Aufstieg erfolgt in gut 30 Minuten direkt vom Türmljoch über einen Klettersteig (C) bis zum Gipfel. Der Abstieg verläuft über die Südflanke – mit Drahtseilen versichert – wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auch dort oben ist der Ausblick lohnend: Der Venediger zeigt erstmals sein Gesicht.

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Ausgangspunkt  

Ströden (Parkplatz)

Endpunkt

Johannishütte

Länge

13 km

Gehzeit

6 h 30 min

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

mittelschwierig

Höhenlage

2.770 m

Höhenmeter

Bergauf: 1.430 m
Bergab: 730 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt: Ströden (Parkplatz)

Ausgangspunkt ist der Parkplatz in Ströden, von dort geht es nach der Brücke dem Maurerbach entlang hinauf zur Jausenstation Stoanalm auf 1.450 Meter. Auf der orografisch linken Bachseite führt der Fahrweg zur Talstation der Materialseilbahn. Weiter auf einem Steig eine lärchenbewachsene Talstufe empor. Nach ca. zwei Dutzend Steigkehren gelangt man hinauf zur Göriacher Ochsnerhütte (1.948 Meter). Weiter führt der Steig, noch immer in Bachnähe, über drei sanfte Steigungen ins Vorfeld der gletscherbedeckten Venedigerberge und zur Brücke bei der oberen Ochsnerhütte am Maurerbach. Der kraftvolle Gletscherbach trennt die Göriacher von der westlich gelegenen Maurer Alpe. Nun geht es bereits in den Schlusshang hinauf zur Essener-Rostocker Hütte, im Moränengebiet des inzwischen weit zurückgezogenen Simonykees´.

Einkehrmöglichkeiten: Stoanalm, Essener- und Rostocker Hütte

Nach einer verdienten Pause wandert man von der Essener-Rostocker Hütte über den Schweriner Weg weiter. In Kehren überwindet er eine Bergflanke und quert nach ca. einer Stunde Gehzeit den Südwest-Hang des Kleinen Geigers. Nun geht es über eiszeitliche Schleifspuren und weit gestreute Schuttfelder Richtung Türml mit seinem hellen roten Fels. An seinem Fuß liegt das Türmljoch (2.772 Meter). Östlich davon führt der in Schleifen angelegte Steig durch Schneemulden und über Schuttböden und in weiterer Folge den Dorferkamm-Osthang hinab. Ca. ¼ Stunde später schwenkt man, einige Rinnsale übersteigend, nach Nordosten. Dann bewältigt der Steig noch eine dem Gelände angepasste Wende in Richtung Süden über einen Berghang, der zum Dorfer Bach hinunterführt, wo man schöne Felsschliffe bewundern kann. Schließlich geht es am Gedenkkreuz vorbei und über den Zettalunitzbach das letzte Stück zur urigen und geräumigen Johannishütte (2.121 Meter). Wegbeschreibungen siehe auch: „Osttiroler Wanderbuch“ von Walter Mair.

Endpunkt: Johannishütte

Infos zum Ort
Anreise

Ihre Zieladresse: Prägraten am Großvenediger

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