Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
© Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
© Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
© Adlerweg-Etappe 22, © Tirol Werbung/Dominik Gigler

Adlerweg-Etappe 22: Memminger Hütte - Ansbacher Hütte


Tobel sind tiefe, schluchtartige Einschnitte in Steilhängen oder stark eingetiefte Täler eines Wildbaches. Man wird solche Tobel bei dieser Etappe öfters passieren, auch hat man wieder Scharten, Jöcher, steile Wiesenflanken und Schuttreisen zu bewältigen, aber dabei immer ein herrliches Panorama vor Augen. Zuerst zieht der Weg in abschüssigem Gelände hinunter ins Parseiertal. Die Höhenmeter macht man wieder wett beim Aufstieg ins Langkar und zur Grießlscharte. Nach dem Winterjöchl führt der Weg hinter dem Stierkopf vorbei und felsig empor zur Kopfscharte. Von hier durch Grashänge in Richtung Süden zur Ansbacher Hütte.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adleralpingeschichte · Die Geierwally und die Geieradler. Die Saxer Wand ist eine 2.690 Meter hohe Felswand bei Madau in den Lechtaler Alpen. Sie wurde bekannt durch die legendäre Geierwally, mit bürgerlichem Namen Anna Stainer-Knittel. Das war eine berühmte Porträt- und Blumenmalerin und diente Wilhelmine von Hillern als Vorlage für den Heimatroman „Die Geierwally“, der auch verfilmt wurde. Sehr populär ist jene Szene, als sie siebzehnjährig als unerschrockene Bergsteigerin an einem Seil hängend eine steile Felswand – eben die Saxer Wand – hinunterklettert, um den Horst eines Lämmergeiers, auch Geieradler genannt, auszuräumen. Im 19. Jahrhundert war das eine übliche Praktik, es wurden dadurch Attacken der Adler auf die Schafherden der Dorfleute verhindert. Allerdings erledigten diese gefährliche Arbeit ansonsten nur Männer. Die junge Frau, die im Film Waltraud heißt, packt das Geieradler-Junge in ihren Rucksack, zieht es bei sich zuhause auf und wird fortan Geierwally genannt. In der romantischen Bernhardschlucht bei Elbigenalp gibt es jeden Sommer im Rahmen der „Geierwally-Festspiele“ zwischen steilen Felsflanken Freilichtaufführungen von Theaterstücken, zum Beispiel von Felix Mitterer.

Selbstbildnis Anna Steiner Knittel (c) Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Adlerblick · Woher haben die Rotspitze und die Rote Platte, die nördlich des Weges liegen, ihren Namen? Weil sie rötlich aussehen – wegen der rötlichbraunen Eiseneinlagerungen in den Felsen. Und woher haben die Knappenböden westlich des Winterjochs ihren Namen? Weil hier in früheren Zeiten reger Eisenabbau betrieben wurde.

Adlerkick · Der Aufstieg zur Grießlscharte auf 2.632 Meter erfolgt durch eine Art Kamin (seilversichert). Es geht dabei steil auf schwarzer Erde bergauf, die bei Nässe sehr rutschig sein kann. Schneefelder sind hier auch keine Seltenheit. Aber man muss ja nicht gleich schwarz-weiß malen. Mit ein wenig Vorsicht für Geübte leicht zu bewältigen.

Große Karte öffnen

Ausgangspunkt  

Memminger Hütte

Endpunkt

Ansbacher Hütte

Länge

10 km

Gehzeit

6 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

schwierig

Höhenlage

2.625 m

Höhenmeter

Bergauf: 1.040 m
Bergab: 900 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt:Memminger Hütte

Von der Memminger Hütte steigt man auf einem schmalen, lehmigen, bei Nässe rutschigen Steig zunächst direkt und dann bald über Wiesenhänge hinab in Richtung Parseiertal. Danach quert der Steig ein paar weitere Wiesenhänge sowie mehrere Tobel und zieht wieder südwestlich hinunter ins Parseiertal, wobei im unteren Bereich Drahtseile gespannt sind. Dieser erste Abschnitt verläuft großteils in abschüssigem Gelände. Auf der anderen Seite geht es auf tadellosem Steig vorerst mäßig steil durch lichten Wald hinauf, später zieht die Steigung wieder schärfer an, hinauf durch Wiesengelände. Man gelangt in der Folge ins Langkar, an dessen rechter Seite (im Spätsommer neben dem Schneefeld) der sehr gute Steig (wenig Geröll), mäßig ansteigend verläuft. Später wird die Route steiler und zieht nach links hinüber. Schließlich kommt man zu einer Art Kamin, den man über eine seilversicherte Passage bewältigt. Dieser Abschnitt ist sehr steil und verläuft teilweise auf schwarzer Erde, weshalb man vor allem bei Nässe besondere Vorsicht walten lassen muss. Durch den Kamin gelangt man nach oben zur Grießlscharte. Anschließend geht es mit leichtem Höhenverlust und einem kurzen Gegenanstieg recht steil hinüber zum Winterjoch. Kurz unterhalb des Winterjochs zweigt der Augsburger Höhenweg ab, der Adlerweg jedoch verläuft vom Winterjoch ein kleines Stück über Schutt abwärts. Er führt hinter dem Stierkopf vorbei und zieht dann felsiger empor zur Kopfscharte. Anschließend quert der Steig die Grashänge und zieht schließlich mit ein wenig Auf und Ab nach Süden zur Ansbacher Hütte (2.376 Meter). Sie liegt auf einem herrlichen Aussichtsplatz am Südosthang der Samspitze.

Endpunkt:Ansbacher Hütte

Wandertouren in dieser Gegend
Tourenpartner finden

Sie planen eine Skitour oder Schneeschuhwanderung in die Tiroler Bergwelt und sind noch auf der Suche nach einem Bergpartner? Die neue Berg-Community mountix.com macht es möglich, sich mit anderen Outdoorsportlern zu vernetzen und auszutauschen.

Mehr Infos zu mountix.com
Anreise

Ihre Zieladresse: Zams

powered by ÖBB-Personenverkehr AG

Unterkunft suchen


Detailsuche
nach oben