Adlerweg Etappe O5: Badener Hütte, © Badener Hütte
© Adlerweg Etappe O5: Badener Hütte, © Badener Hütte

Adlerweg-Etappe O5: Badener Hütte - Matreier Tauernhaus


Grandioses Gletscherpanorama auch auf dieser Etappe. Der Venediger Höhenweg leitet zuerst Richtung Norden und erreicht nach einem gemütlichen, fast flachen Anstieg das Löbbentörl, wo sich ein traumhaft schöner Ausblick ins Frosnitztal und auf den Venediger öffnet. Nach dem Salzboden mit dem verträumten kleinen Salzbodensee geht es weiter über den Gletscherweg nach Osten zum Venedigerhaus von Innergschlöss. Hier gibt es gute Almschmankerln und auch eine Übernachtungsmöglichkeit, ansonsten geht es gut gestärkt weiter nach Außergschlöss. Müde, aber glücklich über die vielen schönen Natureindrücke, erreicht man das Matreier Tauernhaus.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Das Matreier Tauernhaus und die Säumertradition. Gastfreundlich heißt auf Lateinisch „hospitum“. Davon leitet sich das Wort Hospiz ab. Zu diesen wichtigen Einrichtungen, die schon vor Jahrhunderten Menschen im Hochgebirge Schutz und Herberge gewährleisteten, zählt auch das altehrwürdige Matreier Tauernhaus. Es wurde im 13. Jahrhundert von den Salzburger Erzbischöfen inmitten des mittlerweile als Nationalpark ausgewiesenen Gebietes gegründet und entstand ursprünglich aus einem Schwaighof. Seine Funktion war es, den Säumern (das waren die ersten Transporteure in den Alpen), über den Felbertauern Schutz und Herberge zu bieten. Bereits 1207 bot es auf diesen anstrengenden und gefährlichen Wegen durchs Gebirge eine Zuflucht vor den Unbilden der Natur. Es versteht sich, dass der Komfortstandard damals lange nicht so hoch war wie heute. Die Grundbestimmung des Tauernhauses aber ist immer noch dieselbe. Die Säumertradition ist bis heute spürbar und zeigt sich auch in der herzlichen Gastfreundschaft.

Matreier Tauernhaus (c) Tauernwirtsfamilie Brugger

Adlerblick · Die Rundwanderung vom märchenhaft schönen Gletscherschaupfad Innergschlöss dauert ca. vier Stunden, weist 500 Höhenmeter auf und ist nur mit geeigneter Ausrüstung zu begehen. Für nimmermüde Naturliebhaber sind auch die Bergseen ein guter Tipp, die man nach weiteren Anstiegen vom Matreier Tauernhaus ausgehend erreicht. Die neugotische Felsenkapelle zwischen Inner- und Außergschlöss wiederum liegt direkt am Adlerweg und ist ein Innehalten wert.

Adlerkick · Allein die Gehzeit von der Badener Hütte über das Löbbentörl zum Alpengasthof Venedigerhaus beansprucht 4 bis 4 ½ Stunden, mit einem steilen Abstieg vom Löbbentörl nach Innergschlöss. Lang und anstrengend, man könnte aber auch sagen: herrlich herausfordernd mit ausgedehntem Wandervergnügen und vielen wunderbaren Naturerlebnissen.

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Ausgangspunkt  

Badener Hütte

Endpunkt

Matreier Tauernhaus

Länge

14 km

Gehzeit

5 h 30 min

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

mittelschwierig

Höhenlage

2.760 m

Höhenmeter

Bergauf: 450 m
Bergab: 1.550 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt: Badener Hütte

Von der Badener Hütte (2.608 Meter) wandert man zuerst über den Venediger Höhenweg bzw. Adlerweg (hier auch Badener Weg) nordwärts ca. eine Stunde hinauf zum Löbbentörl (2.770 Meter). Dabei sind einige felsdurchzogene Rinnen und kleine Schluchten seilversichert.  Über eine kurze Halde steigt man weiter zum Löbbentörl hinan, wo im Schutz eines Felsens ein Kreuz und eine Gedenktafel stehen. Von nun an geht es steil bergab. Der nordseitige Abstieg mit kurzen Seilstellen führt auf Fels-Rasen-Rücken und Altschnee hinunter zur Seitenmoräne des Schlatenkees´. Auf dieser Moräne steigt man weiter ab. Am Unteren Keesboden gibt es einen Übergang zur Alten Prager Hütte (nicht bewirtschaftet),  hier kann man auch zum faszinierenden Gletscherschaupfad „Innergschlöss“ abzweigen. Der Venediger Höhenweg passiert den Salzbodensee (2.731 Meter), in dem sich Hoher Zaun und Schwarze Wand spiegeln. Nördlich des gletscherweißen Gschlössbaches wendet sich der Weg scharf nach Osten. Im gletschernahen, gut geführten Venedigerhaus (1.689 Meter) lässt sich eine gemütliche Rast einschieben.

Einkehrmöglichkeiten: Venedigerhaus

Entlang des Gschlössbaches geht es dann weiter talauswärts, zwischen den Almen von Inner- und Außergschlöss bietet sich ein Innehalten bei der alten Felsenkapelle an. Eine Einkehr weltlicher Art ist im Berghaus Außergschlöss (1.700 Meter) empfehlenswert. Das Tal weitet sich nun. Von Gschlöss geht es noch ca. eine Stunde sanft über nicht einmal 200 Höhenmeter bergab zum Matreier Tauernhaus (1.512 Meter), wo man nach den langen fordernden Abstiegen dieser Etappe vermutlich etwas knieweich ankommt. Hier kann man sich ausruhen, feine regionale Schmankerln genießen und komfortabel übernachten. Wegbeschreibungen siehe auch: „Osttiroler Wanderbuch“ von Walter Mair.

Endpunkt: Matreier Tauernhaus

Infos zum Ort
Anreise

Ihre Zieladresse: Matrei in Osttirol

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