Zum Ende will es der Berliner Höhenweg nochmal wissen: Über mehrere Grate geht es auf und ab, weder Trinkwasser noch Notabstieg liegen am Weg. Daher sollten hier die Bedingungen absolut sicher sein, ansonsten ist ein vorzeitiger Abstieg von der Kasseler Hütte zu empfehlen.
Anspruchsvolle, lange und hochalpine Gratwanderung, die bei nasser Witterung durch steile Grashänge und Blockgelände heikel wird. Der historische „Siebenschneidensteig“ lebt von seinem konsequenten Auf und Ab über mehrere Grate und der eindrucksvollen Querung steiler Kare. Unterwegs bieten die Sonntagskarkanzel und die zahlreichen Übergänge immer wieder großartige Einblicke in die karge, wilde Karmulde-Landschaft. Als einzige Pauseoption liegt am Weg das Aschaffenburger Biwak, offen und ohne Wasser. Technisch erfordern einzelne Stellen erhöhte Aufmerksamkeit: Am Sammerschartl ist eine kurze, leichte Kletterei seilversichert, auch an der Krummschnabelschneide und am Abstieg vom Popbergnieder finden sich Seilsicherungen, insgesamt bleibt das Gelände oft blockig und steil. Es gibt keinen Notabstieg ins Tal und keine Möglichkeit, Trinkwasser nachzufüllen.
Von der Kasseler Hütte, 2.178 m folgst du dem Weg Nr. 502/519 nordwärts bergab. Bereits nach etwa 15 Minuten teilt sich der Weg, und du steigst leicht an auf etwa 2.150 m. Weiterhin dem Weg Nr. 502/519 folgend, führt dieser über zahlreiche Steilplatten und blockiges Gelände nach Norden. Dabei überquerst du die sieben Schneiden, die diesem Weg seinen Namen geben: "Der Sieben-Schneiden-Weg". Auf der letzten Schneide, der Popbergschneide, 2.448 m, einem Ausläufer des Grats der Ahornspitze, 2.973 m angekommen, steigst du in etwa 30 Minuten zur Edelhütte , 2.238 m ab. Je nach Tageszeit kannst du von dort zur Ahornbahn absteigen und mit der Gondel ins Tal fahren oder die letzte Nacht gemütlich auf der Edelhütte, 2.238 m verbringen.
Linie: WL2, Haltestelle: Grüne Wand Hütte
Linie: 8327, Haltestelle: Ahornbahn
www.mayrhofen.at/fahrplaene