Heute ist Ausdauer gefragt! Gut sieben Stunden Gehzeit entfernt liegt das Friesenberghaus, das sowohl Schutzhütte als auch Gedenkstätte für den Widerstand gegen Antisemitismus ist.
Diese Etappe am Berliner Höhenweg verlangt Ausdauer und alpine Erfahrung. Der lange Übergang führt über viele Kilometer durch steile Grasflanken, Latschenfelder und blockiges Hochgebirgsgelände und ist selbst im Hochsommer oft überraschend einsam. Immer wieder öffnen sich beeindruckende Tiefblicke in den Zemmgrund, dazu kommen weite Panoramen rund um die Grinbergspitzen und den Riffler. Schneereste bis weit in die warme Jahreszeit, rutschige Passagen bei Nässe und teils nur spärliche Trittspuren erhöhen den alpinen Anspruch. Mit dem idyllisch gelegenen Wesendlekarsee und dem aussichtsreich positionierten Friesenberghaus wartet zum Abschluss jedoch ein besonders stimmungsvoller Höhepunkt dieser fordernden, hochalpinen Traverse.
Von der Gamshütte zunächst dem Steig zur Vorderen Grinbergspitze, 2.765 m ca. 100 Hm südwestlich folgen. Nun zweigt der Berliner Höhenweg linker Hand nach Süden ab und führt gut 1 km durch steile Grasflanken des Vorderen Grinbergs. Achtung:Bei Nässe Rutschgefahr!
Man quert das Schrahnbachkar in weitem Bogen und erreicht zuletzt etwas ansteigend die Graue Platte, 2.158 m, einen Seitengrat der Hinteren Grinbergspitze, mit großartigem Blick in den Zemmgrund. Der Weg Nr. 536 schlängelt sich durch latschenbesetztes Blockwerk südwestlich hinab zur Feldalm, 1.885 m. Hinter der Feldalm über einen Weidezaun und waagrecht durch Latschen zur Pitzenalm, 1.874 m, dann nördlich ausholen über den Pitzenbach und jenseits des Baches in steilen Kehren zum Milchtrager, 2.030 m. Achtung:Schneereste oft bis in den Hochsommer!
Der Weg verläuft jetzt bei tollem Panorama ca. 2 km bis zu den Wiesen oberhalb der Kesselalm. Zur Kesselalm etwa 100 Hm hinab und über den Kesselbach hinweg. Schöner Rastplatz mit Wasserfallblick!
Vom Bach zunächst rund 100 Hm hinauf, dann eben zum Ausläufer des Riffler-Ostgrats. Der Weg führt scharf um den Grat herum und steigt jenseits in gut geschichtetem Gestein durch die Rifflerrinnen steil bergan. Auf 2.420 m wird das Gelände flacher und über grobes Blockwerk führt der Weg hinab zum Südufer des Wesendlekarsees. Hier gibt es zwar kaum Trittspuren, der Weg ist jedoch ausreichend markiert. Leicht ansteigend geht es nun durch das Wesendlekar, bis man unterhalb des Petersköpfls, 2.679 m auf den Weg Breitlahner - Friesenberghaus trifft. Gemeinsam mit diesem um die Ausläufer des Petersköpfls, 2.679 m herum und in weitem Bogen zum Friesenberghaus, 2.498 m.
Linie: 4104, Haltestelle: Teufelsbrücke
Linie: 4102, Haltestelle: Schlegeis Stausee
www.mayrhofen.at/fahrplaene