Alpenweit gibt es nur noch drei derartige Schluchtwälder. Am Naturerlebnisweg warten interessante Informationen und beeindruckende Tiefblicke. Der zweite Teil der Tour führt landschaftlich attraktiv und gemütlich hinab nach Mayrhofen.
Vom Bahnhof in Mayrhofen gehen wir Richtung Norden zur bereits gut ersichtlichen und weit an den Ziller heranragenden Felswand, die von unzähligen Klettersteigfans gerne besucht wird. Wir lassen die schwindelerregenden Seilkonstruktionen hinter uns und wenden uns dem risikoärmeren Anstieg zu, der unmittelbar hinter der Talstation der Materialseilbahn beginnt. Über steile Kehren gelangen wir zum ersten Highlight (840 m) der Wanderung, das uns mit einem bestechenden Ausblick über Mayrhofen belohnt. Nach einer kurzen Rast wenden wir uns in südwestlicher Richtung dem Leonhard-Stock-Weg (Nr. 26) zu, der nach dem aus Finkenberg stammenden Abfahrts-Olympiasieger von 1980 benannt ist. Nach kurzer Zeit erreichen wir zwei Weggabelungen, von denen wir uns nicht beirren lassen und folgen dem Weg in angenehmem Auf und Ab geradewegs weiter bis wir die ersten Häuser von Finkenberg erreichen. Eine Asphaltstraße leitet uns an der Dorfkirche vorbei zur Hauptstraße. An der angelangt, zweigen wir zuerst nach links und dann gleich wieder nach rechts ab. Hier sehen wir schon die Brücke, die uns über die imposante, knapp 70 m tiefe Tuxbachklamm zum Friedhof führt. Hier sind wir bereits in der „Glocke“. Dieser beeindruckende Schluchtwald steht seit den 1970er Jahren unter Naturschutz. Details zu den Besonderheiten dieses eiszeitlichen Relikts kann man entlang des neuen Naturerlebnisweges erfahren, der Teil unserer Wanderung ist. Wir biegen vom Friedhof nach links ab und wandern kurz bergab. Bei der Gabelung nach der Station „Buchenmischwald“ zweigen wir nach rechts ab und folgen dem Naturerlebnisweg (Nr. 32a), der sich leicht ansteigend durch den bezaubernden Wald schlängelt. Bei zwei Weggabelungen halten wir uns links. Kurz nach der Station „Lindenmischwald“ kommen wir zu einer kleinen Straße. Dieser folgen wir bis zum Hotel Dornauhof, biegen dort nach rechts und erblicken bereits die Teufelsbrücke. Wir überqueren die knorrige Holzbrücke mit dem imposanten Blick in die Klamm. Wieder festen Boden unter den Füßen, erfahren wir mehr über dieses besondere Bauwerk. Nun geht es über die neue Brücke wieder auf die andere Klammseite, wo wir nach links in den Naturerlebnisweg einbiegen. Wer eine Stärkung braucht, kann nach ein paar Minuten nach rechts zum Gasthof „Schöne Aussicht“ abzweigen. Wir halten uns links und gelangen wieder zum Friedhof.
Wie beim Start wandern wir kurz bergab, doch nach der Station „Buchenmischwald“ setzen wir die Tour nun in Richtung Mayrhofen fort (Weg Nr. 32). Nach einigen Kehren gelangen wir in den Ortsteil Hochsteg, wo wir der kleinen Straße bis zum Gasthof Hochsteg folgen. Vor diesem scharf links und weiter auf dem Weg Nr. 12. Zuerst geht’s durch eine urige Schafweide und dann am Bach entlang durch den Weiler Gstan weiter in Richtung Mayrhofen. Wir überqueren die Landesstraße, schlendern den gemütlichen Weg entlang und erblicken bald ein kleines Gewerbegebiet auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir überqueren die Brücke, biegen nach links und spazieren entlang des Baches bis zur neuen Zillerbrücke (neuer Wohnblock auf der anderen Straßenseite). Wir sehen bereits den Bahnhof, den wir in einem kleinen Bogen erreichen. Zuerst am Ziller entlang, dann nach rechts zur Bäckerei, wo wir nur noch die Gleise passieren müssen.
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