Weil die Fischbachalm so schön ist, verbringen wir gleich zwei Nächte dort. Die zweite Etappe führt in einer Schlaufe über mehrere kleine Gipfel im Schatten des großen Wilden Kaisers. Längere und kürzere Variante möglich!
Mittelschwere Etappe durch das liebliche Kaiserbachtal in eine eindrucksvolle Almenlandschaft. Nach dem entspannten Talweg folgt ein relativ steiler Steig. Oben lohnen sich Rast und Aussicht beim Stripsenjochhaus mit optionalem Abstecher zum Tavonarokreuz. Über den Feldberg zeigt der Wilde Kaiser seine spektakuläre Nordseite. Abstieg über die Ranggenalm und weiter zur Fischbachalm. Der Wegmix aus Asphalt, Schotter und Forstwegen bis hin zu felsigen, teils ausgesetzten Bergwegpassagen verlangt Trittsicherheit und eine solide Grundkondition. Mit Griesner Alm, Stripsenjochhaus, Ranggenalm und Fischbachalm liegen mehrere Einkehrmöglichkeiten am Weg.
Die Schokoladenseite des Wilden Kaisers
Sie beginnen Ihren Marsch der Etappe 2 des Koasa Trails auf einem Wanderweg entlang des lieblichen Kaiserbachtales. Man ist bereits umzingelt von den mächtigen Gipfeln des Wilden Kaisers. Die sanften Hügel mit ihren Almen schmiegen sich am Fuße des Kaisergebirges wie brandende Meereswellen an dessen Felswände.
Die erste bauliche Sehenswürdigkeit ist die Bergwachtkapelle unweit eines kleinen Gebirgsbaches. Messingtafeln gedenken dort all jener, die am Wilden Kaiser ihr Leben ließen. Nach der Griesner Alm geht es weiter über einen relativ steilen Steig zum Stripsenjochhaus hinauf – hier wird bereits klar, dass Sie sich durchaus auf eine „ordentliche“ Wanderung begeben haben. Umso mehr empfiehlt es sich, eine kleine Rast einzulegen. Bei einer Einkehr genießen Sie den hier besonders anmutigen Ausblick auf Ihren „ewigen Begleiter“ am Koasa Trail, den namensgebenden Wilden Kaiser. Es zahlt sich aus, nachdem Sie sich gestärkt haben, den kurzen Anstieg zum Tavonarokreuz oberhalb des Hauses einzulegen. Schwere Fotopoint-Empfehlung!
Als nächstes gelangen Sie in jedem Fall zum Feldberg auf 1.813 Metern Seehöhe. Während Sie seinen Rücken entlang marschieren, offenbart der Wilde Kaiser seine spektakuläre Nordseite, umschmeichelt von einer prächtigen Berg- und Almenlandschaft.
Abstieg über die Ranggenalm
Beim Abstieg kommen Sie an der Ranggenalm vorbei. Nachdem Sie mittlerweile rund 4,5 Stunden unterwegs sind, liegt die Hoffnung nahe, dass der Senner gerade nicht allzu sehr mit Arbeiten an der Alm eingedeckt ist, seine Tiere bereits versorgt und der Almkäse bereits gestockt ist. Denn dann haben Sie gute Chancen, dass er Sie mit kleinen Schmankerln und Getränken versorgt. So lässt es sich wandern – Mahlzeit!
Nun bricht Ihr letztes Wegstück für den heutigen Tag an. Ein Steig führt Sie hinab zur Fischbachalm, deren Garten mit Bankerln, Liegen und einer Wippe lockt. Nochmals übertrifft sich der Wilde Kaiser selbst: Er baut sich von hier aus vor einem auf wie ein Herrscher aus Fels. Schon manch einer, der in den Genuss dieser Perspektive kam, verglich den Anblick mit den Dolomiten in Südtirol. Und damit ist die zweite Etappe vollbracht!
Bus: Linie 4000 Haltestelle Kirchdorf in Tirol Griesenau
Okto Wanderbus: Linien 1+5 Haltestelle Griesenau / Kaiserbachtal
Öffentlicher Parkplatz: Kirchdorf Mautstelle Kaiserbachtal (Kaiserbachtal 1a, gebührenpflichtig, Mehrtagesparkplatz) oder Parkplatz Fischbachalm;