Wir haben uns nicht vertan, am zweiten Tag geht es ebenso weit ins Tal, wie wir gestern aufgestiegen sind. Für eine Nacht auf der Ascherhütte hat es sich aber allemal gelohnt, würden wir behaupten! Wer abkürzen möchte, kann die ersten beiden Etappen aber ohne große Umplanung auslassen.
Weite Grashänge, aussichtsreiche Rücken und stille Hochflächen prägen diesen Abschnitt. Der Blick reicht tief ins Paznaun und hinüber zu den vergletscherten Gipfeln der Silvretta. Eindrucksvoll, aber relativ ausgesetzt, verläuft der Steig oberhalb der Berglis-Wand ins Bergli, bevor es wieder ruhiger durch Almlandschaft und Waldflanken zur einsamen Stielalpe weitergeht. Eine wohlverdiente Rast bietet die bewirtschaftete Gamperthun Alpe; stimmungsvolle Ziele am Weiterweg sind die ausgesetzt gelegene Kapelle sowie die Hütten im Grübeletal, mit optionalem Abstecher zum idyllischen Grübelesee. Im letzten Teil dominieren Alm- und Forstwege bis nach Kappl, vorbei an der Rotwegkapelle. Trittsicherheit erforderlich.
Von der Ascherhütte geht es weiter auf dem Hüttenweg über die Medrig bis zum Gratli. Ab hier beginnt der markierte Fußweg, bei der bald kommenden Weggabelung den unteren Weg einschlagen. Von hier aus hat man einen wunderschönen Weitblick ins Istalanztal und die Berglialpe. Der Steig führt weiter ins Furglertal bis zum Wegkreuz, bei dem man sich an den Wegweiser Richtung Masnerjoch hält. Der folgende Steig führt oberhalb der Berglis-Wand, auch Schwarze Wand, hinein ins Bergli und ist relativ ausgesetzt. Ab dem Wegkreuz im Bergli geht es wieder talabwärts bis zur Kreuzung, ab der es wieder bergauf geht, zur einsamen, aber prächtigen Stielalpe auf 2.050 m. Entlang der Flanke geht es über den Stielwald weiter ins Flathtal, wo schon der letzte Aufstieg des Tages bis zur Gamperthun Alpe auf 2.070 m wartet. Die Alm ist bewirtschaftet und lädt zu einer wohlverdienten Rast ein. Der Weg führt weiter zur ausgesetzt gelegenen Kapelle und entlang des Almweges hinein ins Grübeletal bis zur „außeren“ Almhütte. Alternativ gelangt man in kurzes Stück weiter zum idyllischen Grübelesee. Nach der außeren Almhütte zweigt nach ca. 500 m der Fußsteig ins Tal ab, ein Holzsteg führt über den Grübelebach. Es geht talabwärts bis zum Forstweg und weiter Richtung Panoramaweg. Über eine Abzweigung gelangt man wieder auf den Forstweg, welcher vorbei an der Rotwegkapelle nach Kappl führt.
Mit dem Bahnhof in Landeck ist das Paznaun bestens an das österreichische Zugnetz angebunden. Vom Bahnhof Landeck-Zams trennt dich nur noch eine kurze Busfahrt vom Paznaun. Halbstündlich verkehrt von dort der Linienbus 260 durchs Tal. Haltestelle: See Dorf/ Bergbahn
Linien- und Skibusse im Paznaun | Region Paznaun – Ischgl