Tiroler Honig, © Tirol Werbung / Kathrin Koschitzki
Tiroler Honig, © Tirol Werbung / Kathrin Koschitzki

Echter Tiroler Bienenhonig

In Tirol surren mindestens 200 Mal so viele Bienen herum, wie es Menschen gibt. Die Biene zählt damit zum drittwichtigsten Nutztier nach Rind und Schwein. Knapp 3000 ImkerInnen versorgen die rund 33.000 Bienenvölker. Als Lohn gibt es den äußerst aromatischen und für die Gesundheit geschätzten Tiroler Gebirgshonig.

Echter Bienenhonig wird seit jeher nicht nur verspeist, sondern auch als Medizin geschätzt. Der Grund liegt in der antimikrobiellen und entzündungshemmenden Wirkung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Honig im Jahr 2001 als mögliche Behandlungsmethode bei Erkrankungen der oberen Atemwege empfohlen hat, also zum Beispiel zur Linderung von Husten. Denn Honig bietet einen weiteren Vorteil. Er breitet sich auf den strapazierten Schleimhäuten im Hals aus und reduziert damit den Hustenreiz zusätzlich. Auch in der Wundheilung findet Honig Einsatz und zwar bei Verbrennungen bis zum 2. Grad. Echter Bienenhonig dient also als natürliches Antibiotikum und Heilmittel.

Die perfekte Gesundheitskombi

Echter Bienenhonig benötigt keine Partner, er kann pur oder auch vermischt mit anderen Lebensmitteln genossen werden.

Achtung! Für Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr wird Honig nicht empfohlen. Das noch unreife Immunsystem kann mit Honig überfordert sein. Danach steht dem Honiggenuss nichts mehr im Wege.

Der besondere Tipp

  • Honig sollte nie über 40 °C erhitzt werden, sonst gehen die wertgebenden Inhaltsstoffe verloren und es bleibt nur noch ein Zuckersirup über, daher wird hochwertiger echter Bienenhonig auch immer kalt geschleudert.
  • Wenn Honig auskristallisiert, kann man ihn durch das Stellen in ein warmes Wasserbad wieder verflüssigen. Das Wasser soll aber nur gut warm (max. 40 °C), nicht heiß sein. Das Schmelzen dauert zwar länger, aber dafür bleiben die gesunden Inhaltsstoffe erhalten.

So erkennt man eine Top-Qualität am Teller

Profis erkennen sofort eine gute Qualität, allein schon am fein-aromatischen Geschmack. Für Laien ist eine Beurteilung aber relativ schwierig. Honig sollte daher am besten bei einem Imker oder einem Betrieb, der echten Bienenhonig vertreibt, gekauft werden. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die gesundheitliche Qualität des Honigs sehr von der Produktion abhängt.

Rezept

In Tirol galt Honig früher als äußerst kostbares Gut. Man verwendete ihn fast ausschließlich als Medizin und nur zu besonderen Anlässen zum Kochen, z. B. für „Nui-Schmalz“ einem Festtagsaufstrich aus einem gekochten Milch-Mehl-Brei, der mit Butter und Honig verfeinert wird oder für Honiglebkuchen.

Das Erhitzen von Honig ist nicht empfehlenswert, denn Honig zeigt sich bei weitem nicht so pflegeleicht wie vielleicht angenommen:

  • Honig verliert seine gesunden Eigenschaften, sobald man ihn über 40 °C erhitzt. Wird es dem Honig zu heiß, verliert er zusätzlich seinen süßen Geschmack und schmeckt nur noch dezent süß. 

Aber Honig eignet sich wunderbar zum nachträglichen Süßen, hier ein paar Tipps:

  • Süßen von warmen Getränken, z. B. Tee oder Kakao: Den Honig erst dann in das Getränk mischen, wenn dieses auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Für einen Honig-Kakao 1/3 der Milch mit ungesüßtem Kakaopulver („Backkakao“) aufkochen, die Mischung vom Herd nehmen, die restliche Milch unterrühren und zum Schluss den Honig.
  • Süßen von Marmelade: Die Marmelade nicht mit Gelierzucker kochen, sondern mit Gelierpulver 3:1 und den Zucker weglassen. Die Marmelade hält auch ohne Zucker problemlos. Nach dem Öffnen die Marmelade mit dem Honig süßen. Die geöffnete Marmelade im Kühlschrank aufbewahren, denn sie schimmelt in geöffnetem Zustand rascher als stark gezuckerte Marmelade.
  • Süßen von Kompott, Obstmus und anderen gegarten Fruchtspeisen: Einfach das Gericht wie gewohnt ohne Zucker kochen, auf eine angenehme Esstemperatur, also unter 40 °C herunter kühlen lassen und erst dann süßen.

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