Adlerweg Etappe 07: Kalser Tauernhaus, © Kalser Tauernhaus
© Adlerweg Etappe 07: Kalser Tauernhaus, © Kalser Tauernhaus

Adlerweg-Etappe O7: Sudetendeutsche Hütte - Kalser Tauernhaus


Die Granatspitzgruppe im zentralen Bereich der Hohen Tauern fügt sich in das beeindruckende Bergpanorama dieser Etappe und man kommt auf dem Teilabschnitt der „Glockner-Runde“ König Großglockner immer näher. Von der Sudetendeutschen Hütte führt der Weg unterhalb des Gradötzgletschers bis zur Gradötzscharte auf 2.848 Meter hinauf, anschließend Abstieg in Richtung Dorfertal zum Kalser Tauernhaus. Wer noch eine Ehrenrunde drehen möchte: zum Naturjuwel Dorfersee ist es vom Etappenziel noch eine knappe Stunde leichter Fußmarsch.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Das Kalser Tauernhaus. Kalser Bergführer bauten von 1928 bis 1930 das Kalser Tauernhaus auf 1.755 Meter als eigenes Schutzhaus für den Verein. 1962 kaufte die Sektion Mönchengladbach des Deutschen Alpenvereins, damals 400 Mitglieder stark, das Haus, begann mit der Sanierung und führt es seitdem als Alpenvereinshütte. In den 1970er und 1980er Jahren drohte das Haus aufgrund eines Stauseeprojektes im wahrsten Sinn des Wortes unterzugehen. Das ganze Dorfertal wäre bei dessen Realisierung mit im See versunken. Erst 1989 wurde das Projekt zurückgezogen und das Dorfertal in den Nationalpark Hohe Tauern eingegliedert, der seit 1981 als solcher ausgewiesen ist. Als der Bestand der Hütte gesichert war, wurde das Kalser Tauernhaus modernisiert, u.a. mit vollbiologischer Abwasseraufbereitung und einem Wasserkraftwerk zur umweltfreundlichen Energiegewinnung, letzteres gemeinsam mit dem benachbarten Gemeinschaftsalmbetrieb. Die weit bessere Lösung, als alles im Wasser versinken zu lassen!

Einweihung Kalser Tauernhaus (c) Tourismusverband Osttirol

Adlerblick · Der höchste Punkt der Granatspitzgruppe ist der Große Muntanitz (3.232 Meter). Man kann ihn vom Weg aus betrachten, oder ihn in Angriff nehmen. Der markierte Normalanstieg von der Sudetendeutschen Hütte ist bei trockenen Verhältnissen relativ einfach. Bei entsprechendem Wetter gibt es einen schönen Gipfel-Ausblick zum Großglockner im Osten und in die Venedigergruppe im Westen.

Adlerkick · Zwar führt der Adlerweg unterhalb des Gradötzgletschers vorbei, aber mit Schnee und Eis ist trotzdem zu rechnen. Vor allem im Frühsommer und nach Kaltwetterperioden können im Bereich der Gradötzscharte ausgedehnte Schneefelder liegen. Am besten, man informiert sich über die zu erwartenden Wegverhältnisse bei den Hüttenwirten oder bei der Tourismusinformation.

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Ausgangspunkt  

Sudetendeutsche Hütte

Endpunkt

Kalser Tauernhaus

Länge

8 km

Gehzeit

4 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

mittelschwierig

Höhenlage

2.828 m

Höhenmeter

Bergauf: 300 m
Bergab: 1.200 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt:Sudetendeutsche Hütte

Von der Sudetendeutschen Hütte wandert man am Gedenkkreuz und am hüttennahen kleinen Bergsee vorbei über Rasenrücken und bemooste Mulden hinauf ins Abflussgebiet des Gradötzkees´, wo sich ebenfalls ein See angestaut hat und mächtige Moränen die Landschaft prägen. Schließlich erreicht man den Gradötzsattel (2.826 Meter), danach geht es hinunter, dem sogenannten Bloipalfen (2.684 Meter) entgegen. Anschließend weiter bergab über ein Wiesenstück und klammartig gelagerte Felsen. Auf ca. 2.500 Meter Höhe zweigt der Silesiaweg links ab. Er führt in wenigen Minuten Gehzeit auf die felsige Muntanitzschneid mit grandioser Aussicht, auf dem Adlerweg bleibend hält man sich jedoch rechts und erreicht schließlich den Muntanitzbach, der bei starker Wasserführung nicht so einfach - vor allem nicht trockenen Fußes - zu überwinden ist. Ein Stück oberhalb des Gebietes der Ochsenalm umschreitet man den auslagernden Rücken der Muntanitzschneid. Der Weg ist hier gut ausgebaut, im unteren Teil vollführt er einen kleinen Knick und weist eine felsige Stelle auf. In weiterer Folge geht es über Wiesenhänge hinunter und man durchstreift in nördlicher Richtung ein kleines Zirbenwäldchen. Man gelangt schließlich zu einer Hinweistafel zur Brücke am Stotzbach mit zufließendem Loamesbach. Bei der etwas tiefer stehenden Wegtafel wählt man den Abstieg, bez. 514 A, zum Kalser Tauernhaus. Auf zahlreichen engen Kehren wandert man nun am Wilhelm-Ernst-Weg zwischen Erlen, Eschen und Lärchen im Zickzack talwärts, an der Nationalpark-Aussichtskanzel vorbei, wo ein Wasserfall des Stotzbaches über eine von eiszeitlichen Gletschern geschaffene Trogschulter in die Tiefe wirbelt. Schließlich geht es über den Dorferbach zum Etappenziel, dem gemütlich eingerichteten Kalser Tauernhaus (1.755 Meter). Dieses befindet sich im hinteren Teil des Dorfertales, nur ein kleines Stück unterhalb jener Stelle, wo der Stotzbach in den Dorferbach mündet. Wegbeschreibungen siehe auch: „Osttiroler Wanderbuch“ von Walter Mair.

Endpunkt: Kalser Tauernhaus

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