Weder besonders hoch noch besonders weit führt uns die siebte Etappe des Paznauner Höhenwegs. Macht nichts, denn nach sieben Tagen darf man auch mal etwas ausruhen und für Ambitionierte gibt es natürlich trotzdem eine alpine Variante.
Mittelschwere Etappe des Paznauner Höhenwegs im Verwall, die von der Darmstädter Hütte mit See- und Jochlandschaften bis zur Niederelbehütte verbindet. Schon der Blick auf den blau schimmernden Kartellspeicher setzt einen starken Akzent, bevor der Sepp-Jöchler-Weg durch steile Hänge zum Seßladjöchli hinaufführt. Im Abstieg bleibt die Etappe alpin: steile Passagen mit großer Querneigung, Geröll und ggf. kleine Schneefelder verlangen Trittsicherheit und sauberes Gehen, ehe mit den ersten grünen Bergwiesen das Gelände spürbar leichter wird. Den Abschluss macht der malerische Seßsees, bevor die Niederelbehütte als Etappenziel erreicht ist.
Von der Darmstädter Hütte beginnt der Wanderweg hinab ins Moostal. Nach kurzer Wegstrecke
wird man mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Kartellspeicher beim Abstieg
belohnt. Am blau schimmernden Speichersee angekommen, führt der Weg am Ufer
entlang weiter in Richtung Kartellhütte. Kurz nach der Überquerung des Kartellbaches
zweigt der Sepp Jöchler Weg ab. Dieser führt über das Saum die Berghänge hinauf zum
Seßladjöchli auf 2.749 m. Zwischen den schroffen Gipfeln der Seßladspitze mit 2.906 m
und des Ruggelkopfes mit 2.864 m überquert man das Joch und beginnt den Abstieg zum
Etappenziel. Der erste Teil des Abstiegs auf dem Sepp Jöchler Weg ist steil und mit großer
Querneigung. Danach geht es über Geröll und einige kleine Schneefelder hinunter zur Hütte.
Ab den ersten grünen Bergwiesen wird der Weg leichter. Der letzte Höhepunkt dieser
Etappe ist die Umrundung des malerischen Seßsees, von wo aus es nur noch ein kurzes
Stück bis zum Etappenziel Niederelbehütte ist.
Alpine Variante: Von der Darmstädter Hütte über den Advokatenweg zum Schneidjöchli
auf 2.841 m. Weiter auf dem Hoppe-Seyler-Weg ins Vergrößkar, über einen schmalen Steig
Richtung Fatlarspitze zur Kieler Wetterhütte auf 2.800 m. Von der Hütte führt ein anspruchsvoller,
markierter Abstieg zur Niederelbehütte.