Die 3-tägige Tour führt uns rund um die "Eiger Nordwand" Tirols und erlaubt einen Blick sowohl auf ihre abweisende wie auch auf ihre freundliche Seite. Wenn alle Faktoren passen, dann genießt man auf der Rundwanderung ein außergewöhnliches Bergerlebnis im Atem der 3.000er.
Wir starten unsere Bergtour direkt bei der Bushaltstelle an der Dammkrone des Stausees und wandern etwa 15 Min. entlang der Straße bis zum letzten Parkplatz, an dessen Ende wir nach rechts auf den Weg Nr. 535 abzweigen. Wir folgen dem Weg, der uns zuerst sanft, dann etwas zackiger zu den erfrischenden Fluten des in schönen Kaskaden herabrauschenden Unterschrammachbaches führt. Nach einer kurzen Bachquerung geht es steil hinauf, wo wir auf 2.280 m den berühmten Peter Habeler-Weg kreuzen und kurz dahinter in westliche Richtung auf zwei kleine Gletscherseen treffen, die uns zu einer Rast einladen. Nun geht es steil aus dem Unterschrammachkar hinauf und nach einiger Zeit queren wir auf Höhe des nun gut sichtbaren Biwaks nochmals den Bach. Jenseits des Baches geht es richtig zur Sache und wir wühlen uns durch den von losen Schotter und Geröll gespickten Schutthang vorbei an einem großen auffälligen Steinmann zur Alpeiner Scharte (2.959 m). Dieser bedeutende Übergang vom Zillertal ins Wipptal liegt auf knapp 3.000 m, eingebettet zwischen den schroffen Gipfeln von Fußstein und Schrammacher. Auf der Wipptaler Seite betreten wir das Naturschutzgebiet Valsertal, das vor allem botanisch und im Hinblick auf die vom Menschen gepflegte Kulturlandschaft so einiges zu bieten hat. Auf dieser Seite der Scharte geht es weitaus gemächlicher über den gut markierten Weg hinunter, wo wir nach kurzer Zeit auf die Überreste des ehemaligen Molybdän-Bergwerkes stoßen. Vorbei an den stillen Zeitzeugen rückt der mächtige Gipfelaufbau des Fußsteins in unser Blickfeld. Wenden wir uns nach Süden, dann stockt uns beim Anblick der Schrammacher-Nordwand der Atem. Durch sie führen einige abenteuerliche Kletterouten, was ihr den Titel "Eiger Nordwand Tirols" verliehen hat. Es ist unbegreiflich, wie versierte Kletterer diesen Gipfel zu besteigen vermögen. Nach Passieren des markanten Sockels des Fußstein-Hüttengrates wird die Landschaft wieder friedfertiger und über sanfte alpine Matten laufen wir die letzten Meter bis zum wohlverdienten Tagesziel.
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