Bergtour Pfitscher Joch Loop

Finkenberg, Zillertal / Zillertaler Alpen
Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig
Streckenlänge: 16,5 km
Dauer: 6:30 h

Die Runde bietet eine attraktive Variante für eines der beliebtesten Ziele in der Region. Den kulinarischen Höhepunkt der Rundtour stellt die älteste Privathütte Südtirols, das Pfitscher Joch- Haus dar, die schon in fünfter Generation geführt wird.

Toureninformation

  • Anforderung: mittelschwierig
  • Länge: 16,5 km
  • Dauer: 6:30 h
  • Höhenmeter Bergauf:700 hm
  • Höhenmeter Bergab:700 hm
Höchster Punkt2.447 m

Ausgangspunkt

Bushaltestelle Schlegeis Stausee

Endpunkt

Bushaltestelle Schlegeis Stausee

Merkmale

  • Rundtour

Wegbeschaffenheit

Ansprechende Tour am Ende des landschaftlich außergewöhnlich schönen Zamser Grundes mit sanften Anstiegen zur Staatsgrenze zwischen Nord- und Südtirol und zugleich einer wichtigen Wasserscheide am Alpenhauptkamm.

Ausrüstung

Bergschuhe oder Trekkingschuhe mit guter Profilsohle
Quelle: Zillertal Tourismus GmbH

Beschreibung

Von der Bushaltestelle geht es flach auf der breiten Fahrstraße über den Weg Nr. 524 nach Süden. Kurz vor der Brücke zum Zamsgatterl zweigen wir nach rechts auf den Weg Nr. 535 ab, der sich sanft an die Talschulter anschmiegt und in wohltuender Steigung durch den Latschengürtel zum Unterschrammachbach führt. Kurz nach dessen Überquerung steigen wir zwischen den lichter werdenden Latschen und ständig den Bachlauf im Blick, in das von übermächtigen Felsriesen umrahmte Unterschrammachkar auf. Am Plateau des Hinterbodens angekommen schwenken wir nach Süden auf den Weg Nr. 528 ein und bewegen uns auf den amüsant klingenden Ameiskopf zu, den wir geschickt am Fuße seiner steinigen Trutzburg umgehen. Kurz darauf finden wir uns im wilden Oberschrammachkar wieder. Wir überqueren den gleichnamigen Bach und umgehen in einem weiten Linksbogen den nächsten sperrenden Felsklotz. In einem sanften Auf und Ab gelangen wir in den Stampfler Boden, wo uns das Gletscherschild gleißend entgegen blitzt. Ein paar leicht zu überwindende Höhenmeter lassen uns in Kürze das Pfitscher Joch erreichen. Von dieser bedeutenden Wasserscheide zwischen Nord- und Südtirol lohnt es sich noch die paar Meter, vorbei an den tief schwarzen Bergseen, zur Schutzhütte zu gehen, einen Blick nach Südtirol zu wagen und bei Bedarf eine kulinarische Stärkung auf italienischem Staatsboden zu genießen. Das gegenüberliegende schroffe Bergpanorama, mit seiner geheimen Spielwiese aus den Jugendjahren von Reinhold Messner, erscheint uns wie aus einer anderen Welt. Zurück am Pfitscher Joch-Haus blicken wir auf den vor uns liegenden alternativen Rückweg der sich sanftmütig durch den Zamser Grund hinaus windet. Kurz steil hinab auf dem Weg Nr. 524 erreichen wir bald die Lavitzalm auf der Zeit bleiben sollte um die Ausstellung „Pfitscher Joch grenzenlos“ zu besuchen. Weiter geht es über die üppigen Wiesen und von Steinblöcken gesäumte Landschaft. Von Weitem vernehmen wir schon den vom Schmelzwasser des Schrammachers gespeisten Wasserfall. Der breite Fahrweg, der an eine Römerstraße erinnert, schlängelt sich durch den beschaulichen Zirbenbestand, bis wir wieder am Abzweigungspunkt unserer Tour angelangt sind. Die Asphaltstraße lässt uns dann in beschwingter Leichtigkeit den Weg zur Bushaltestelle zurückfinden.

 
Die Zillertaler Alpen als Teil des Tauernfensters
Markant erheben sich die dunklen, schroffen Felsspitzen und Grate der Zillertaler Alpen in den Himmel. Die Zillertaler Alpen liegen im Tauernfenster, eine geologische Bezeichnung für die Region zwischen Brenner, Schladming, Mauterndorf und dem südwestlichen Eck, das bereits in Italien liegt. Es handelt sich dabei um eine fensterartige penninische, möglicherweise sogar helvetische Decke, die aus den Gesteinen des Ostalpins hervortreten. An der breitesten Stelle seiner 176 km Gesamtlänge erstreckt sich das Tauernfenster über 50 km von Nord nach Süd. Harte Zentralgneise bilden den inneren Kern des Tauernfensters, das sich durch einen besonderen mineralogischen Reichtum auszeichnet. Zahlreiche und zum Teil sehr seltene Minerale wie Turmalin, Bergkristall, Rauchquarz, Amethyst, Magnetit und Fluorit, aber auch verschiedene Erze, locken seit jeher Mineraliensammler aus Nah und Fern in die Zillertaler Alpen. Bekannt ist die Gebirgsgruppe vor allem für den großen Granat-Reichtum. Nirgendwo sonst sind sie so vielfältig, rein und schön wie in den Zillertaler Alpen. Bis zum Ende des 19. Jhs. wurden sie vor allem im Zemmgrund gewerblich abgebaut. Während sie zuerst als Feuersteine für Flinten verwendet wurden, erkannte man bald ihre Bedeutung als Schmuckstein. Im 17. und 18. Jh. entwickelte sich ein reger Granat-Export nach Böhmen, wo sich auch mehrere Schleifereien befanden. In dieser Zeit galt das Zillertal als das „Mekka der Granatklauber“. Wegen abnehmender Rentabilität wurde der Granatabbau in den Zillertaler Alpen im Jahre 1933 endgültig eingestellt.

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Wetter

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