Bergmahderweg
Vom Parkplatz in Niederthai führt der Bergmahderweg hangparallel etwa 100 m oberhalb des Horlachbaches bis zur Larstigalm. Bergmähder entstanden durch das Abholzen von hochgelegenen sonnigen Hängen und durch die regelmäßige Mahd. Diese Flächen werden in der Regel nicht gedüngt und durch die schwere Erreichbarkeit und die Steilheit meist mit einem Motormäher oder von Hand mit der Sense gemäht. Die Bewirtschaftung der Bergmähder ist ein bedeutender Teil der Kulturgeschichte Tirols und hat die Landschaft stark beeinflusst. So zählen diese Mähwiesen heute zu den wertvollsten und attraktivsten Elementen unserer alpinen Kulturlandschaft.
Bergmähder sind ausgesprochen blumenreich und bieten im Jahresverlauf ganz unterschiedliche Blühaspekte. Vom Frühlings-Krokus (Crocus vernus) über Teufelskrallen (Phyteuma), blauen Glockenblumen (Campanula scheuchzeri) und Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) bis hin zum Schmalblättrigen Klappertopf (Rhinanthus glacialis). Diese Blütenvielfalt zieht natürlich auch viele Insekten an, die von den Blüten leben. Und auch vielerorts selten gewordene Vögel, wie das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) sind hier zu sehen.