Die Reither Spitze gilt als aussichtsreicher Karwendel-Klassiker mit abwechslungsreichem Aufstieg, legendärer Einkehr auf der Nördlinger Hütte, eindrucksvoller Überschreitung zur Seefelder Spitze und echtem Königstour-Charakter für konditionsstarke Genießer.
Forstweg, alpiner Bergsteig, Latschenpfad, felsiger Steig, schmaler, teils ausgesetzter Gratweg.
Alle aktuellen Informationen zu den Wegsperren in der Region Seefeld findet ihr hier.
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Gutes Schuhwerk, Funktionskleidung, ein Wanderrucksack, Wasser, Proviant, alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind für diese Tour notwendig!
Weiters sind eine Wanderkarte oder ein GPS, ein Erste-Hilfe-Set, Sonnenschutz, Wanderstöcke und eine Rettungsdecke empfehlenswert.
Die Reither Spitze ist ein absoluter Klassiker der Region. Da wäre die grandiose Sicht über Seefeld, die Zugehörigkeit zum legendären Karwendel Höhenweg und mindestens gleich legendär: Der Kaiserschmarrn auf der Nördlinger Hütte knapp unter dem Gipfel. Hier handelt es sich im eine echte Genießertour für alle, die genug Schmalz mitbringen. Kondition ist definitiv gefragt, doch keine Sorge, kein Schweißtropfen ist umsonst. Die Landschaft hier oben kommt direkt aus dem Bilderbuch und auch der Aufstieg selbst ist sehr abwechslungsreich. Nach dem ersten Gipfel kommt die Überschreitung hinüber zur Seefelder Spitze und wieder zurück ins Tal. So viel sei an dieser Stelle gesagt: Nicht umsonst trägt ein Teil des Weges den Titel „Königstour“.
Wenn die Beine vom Vortag schon schwer sind oder das Wetter nicht ganz perfekt mitspielt, lässt sich diese Tour bequem abkürzen – dazu mehr in der Tourenbeschreibung. Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind in jedem Fall Pflicht – egal für welche Variante man sich entscheidet.
Die Tourenbeschreibung:
Der Startpunkt dieser Etappe ist der Bahnhof in Reith. Dieser lässt sich mit Auto und Bahn leicht erreichen. Von dort folgen wir zunächst der Straße Richtung Norden. Die Römerstraße überquerend wandern wir auf dem Panoramaweg weiter, bis dieser in einer Kehre nach Süden abzweigt. Man folgt dem Panoramaweg bis man Richtung Norden in den Steig 211 abbiegt. Kurze Zeit später zweigt dieser rechts ab und führt in Serpentinen durch einen echten Bilderbuchwald zum Schartlehnerhaus (1856 m). Nehmt euch dort Zeit, den lichten und sonnigen Weg zu genießen, bevor ihr den sogenannten „Schoaßgrat“ erreicht. Nach einem Latschenrücken geht es das letzte Stück hinauf zur Nördlinger Hütte (2239 m). Dort angekommen ist der Großteil der Höhenmeter bereits geschafft, wofür man kulinarisch hochwertig belohnt wird. Besonders die Kaiserschmarn-Variationen sind nur schwer zu toppen.
Gestärkt geht es hinauf zum ersten und höchsten Gipfel dieser Tour. Nur knapp 150 Höhenmeter über der Hütte thront die Reither Spitze und überblickt damit fast das gesamte Hochplateau. Verweilt dort für eine Weile und genießt die besondere Energie dieses Ortes. Oft leisten euch dort neugierige Vögel Gesellschaft, die Mutigen fressen sogar aus der Hand. Danach steigt ihr teilweise über Leitern bis zum Reither Joch ab.
Jetzt wird es Zeit zu entscheiden, wie weit die Reise noch gehen soll. Die empfohlene Route führt euch zuerst durch ein Kar und ca. 150 Höhenmeter aufsteigend zur Seefelder Spitze, von dort weiter über einen aussichtsreichen Grat auf das Seefelder Joch. Von dort könnt ihr den Abstieg mit einem Zwischenstopp am gerade abends wunderschönen Kaltwassersee oder an der Hocheggalm antreten. Alternativ könnt ihr euch vom Seefelder Joch auch per Bahn ins Tal bringen lassen.
Wenn Beine oder Wetter nicht mitspielen sollten, könnt ihr auch direkt vom Reither Joch zur Härmelekopf-Bahn absteigen (Achtung, nicht zu verwechseln mit dem Gipfel Härmelekopf) und mit Zwischenstopp an der Rosshütte-Bergstationper Bahn ins Tal zurückkehren. Wer schon an der Nördlinger Hütte genug hat, folgt dem Pfad direkt zur Härmelekopf-Bahn und lässt den Gipfel Reither Spitze aus.
Von der Talstation der Rosshütte wandert man zurück in den Ort. Wer sein Auto in Reith geparkt hat, nimmt am besten Bahn oder Bus vom Seefeld Zentrum zurück nach Reith.
Tipp: Wer noch nicht genug hat, kann an der Rosshütte einen der drei Klettersteige ausprobieren und noch mehr Nervenkitzel erleben
Weitere Informationen zur Big-3-Weitwanderung
(Achtung: Baumaßnahmen an der Nördlinger Hütte - Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten ist die Nördlinger Hütte ab September 2026 bis zum Saisonstart 2028 geschlossen und nicht bewirtschaftet (keine Übernachtungs- oder Einkehrmöglichkeit; letzte Übernachtung am 16.08.2026, Tagesbetrieb bis 30.08.2026). In diesem Zeitraum wird versucht, einen kleinen Ersatz-Kiosk anzubieten.)
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Bahnhof Reith fahren.
Alle Verbindungen in Echtzeit sind im Routenplaner verfügbar.