Still, schroff und überraschend zugänglich: Die Gehrenspitze verbindet einen abwechslungsreichen Aufstieg durch Wiesen und Fels mit eindrucksvoller Tierbeobachtung, alpiner Dramatik und genussvoller Einkehr – ein echtes Gipfelerlebnis abseits der bekannten Wege.
Wiesenweg, Wurzelsteig, Bergsteig, Waldweg, Forstweg, Asphaltstraße und Schotterweg.
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Gutes Schuhwerk, Funktionskleidung, ein Wanderrucksack, Wasser, Proviant, alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind für diese Tour notwendig!
Weiters sind eine Wanderkarte oder ein GPS, ein Erste-Hilfe-Set, Sonnenschutz, Wanderstöcke und eine Rettungsdecke empfehlenswert.
Von der Nordseite wirkt die Gehrenspitze beinahe unbezwingbar: steil, schroff, abweisend. Doch wer den richtigen Zugang kennt, entdeckt eine spektakuläre, aber durchaus machbare Tour – ein echter Geheimtipp, selbst für viele Tiroler. Der Aufstieg führt durch ein Wechselspiel aus sanften Wiesen und felsigem Gelände. Er ist begleitet vom Klang der Schafsglocken und den neugierigen Blicken unzähliger Gämsen, während am benachbarten Schüsselkar Kletterer ihre Linien suchen. Diese Mischung aus Ursprünglichkeit, Tierwelt und alpiner Dramatik macht den Reiz der Gehrenspitze aus. Wenig bekannt außerhalb der Leutasch, bietet sie ein besonderes Gipfelerlebnis – still, ursprünglich und voller Überraschungen – besonders wenn beim Abstieg köstliche Alm-Kulinarik auf müde Bergsteiger wartet.
Die Tourenbeschreibung:
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz Fußballplatz (P21) in Leutasch. Hier steht ihr schon direkt unter dem Gipfel, den ihr heute erobern wollt. Wir gehen auch direkt darauf zu, biegen am Waldrand angekommen aber erstmal auf den Wanderweg ein, der rechts am Berg vorbeiführt. Das machen wir so lange, bis wir den Puitbach überqueren und sich links von uns das wunderschöne Puittal auftut. Wir überqueren die Brücke und folgen dem Weg links hinauf in das Tal. Zuerst geht es über Serpentinen durch den Wald, bis schließlich weite Wiesen, unberührte Natur und paradiesische Blicke auf die umliegenden Berge vor uns liegen. Unter den hohen Türmen des Öfelekopfes, der Leutascher Dreitorspitze und den Wänden der Gehrenspitze steigt man durch das saftig-grüne Tal immer weiter hinauf. Mit ein wenig Glück begegnet man Gämsen oder Murmeltieren, die das Puittal ihr Zuhause nennen.
Es gilt zunächst, einige steile Höhenmeter zu überwinden, die sich aber spätestens am Scharnitzjoch bezahlt machen. Nach zirka 3 Stunden erreicht man es und darf sich zum ersten Mal über grandiose Blicke auf das Gaistalfreuen. Weiter geht es über die kleine Erinnerungshütte (nicht bewirtschaftet) Richtung Gipfel derGehrenspitze. Der Weg wird schmaler und ist teilweise ausgesetzt. Gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier notwendig. Am Gipfel angekommen sind die Panorama-Blicke überwältigend: man überblickt das Leutaschtal, schaut auf das Karwendelgebirge und auf die Hohe Munde. Über den gleichen Weg geht es zurück zum Scharnitzjoch. Dort steigt man dann links zur Wangalm ab. Die Wangalm bietet eine herrlicheSonnenterrasse, urige Stuben, sehr gute Kulinarik und herzliche Gastfreundschaft.
Für den weiteren Abstieg stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Wir empfehlen denAbstieg über den Wurziger Steig: Von der Wangalm führt der Weg Richtung Wettersteinhütte (nicht bewirtschaftet), anschließend der Beschilderung „Hämmermoosalm über Wurziger Steig“ und weiter bis zum Parkplatz Salzbach folgen. Die Hämmermoosalm lädt nochmals zur Einkehr ein und bietet regionale Schmankerl sowie eine urige Sonnenterrasse. Dieser Abstieg mündet am Eingang des Gaistals und ermöglicht einen regenerativen Ausklang an der wildschönen Naturkneippanlage Salzbach. Von dort besteht die Möglichkeit, den Wanderbus zu nutzen oder entlang der Leutascher Ache zum Ausgangspunkt zurückzuwandern.
Alternativ kann von der Wangalm über die Forststraße direkt zum Parkplatz Stupfer abgestiegen werden, wodurch sich die Wanderung um etwa 3 km verkürzt.
Zur Etappe 2 der Big-3-Weitwanderung
Weitere Informationen zur Big-3-Weitwanderung
Mit dem Bus nach Leutasch bis zur Bushaltestelle "Leutasch Weidach Alpenbad/Brücke".
Alle Verbindungen in Echtzeit sind im Routenplaner zu finden.