Genussvolle Akklimatisation auf einem gut angelegten Höhensteig zwischen ca. 2600 m und 2850 m Höhe. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit auf drei beeindruckenden Venter Hütten. Am nächsten Tag lockt ein 3000er Gipfel ohne wesentliche Schwierigkeiten. Gut markierte Steige.
ROUTE
1. Tag: Bergstation Stablein – Breslauer Hütte – Vernagthütte
An der Haltestelle „Hotel Post“ in Vent entscheiden wir uns für den „Aufstieg“ mit dem Wildspitzlift auf die Bergstation Stablein (2356 m), Zeitersparnis 1 Stunde. Der breite Weg Nr. 919 ist gleich sichtbar, diesem folgen wir in ca. 1 ½ Stunden bis zur Breslauer Hütte (2844m), dem Stützpunkt für die Besteigung der Wildspitze (3774 m), dem höchsten Berg im Naturpark. Idealer Platz für eine Trinkpause mit Extrablick auf den Diemferner, darüber der Schalfkogel. Unsere nächste Etappe setzt sich am „Seuffertweg“ (Nr. 919) fort. Im wechselnden Auf und Ab über Moränengelände, Blockwerk und kurz über ein felsiges Wegstück (Sicherung) durchschreiten wir das Mitterkar, unterhalb der Wildspitze, und das Platteikar. In diesen Bereichen quert man die Zuflüsse des Mitter- und Platteibaches. Bewundernswerte Sicht auf Kreuz- und Ramolkamm!
Sanfter wird es über den breiten Rücken des Platteiberges zum Platteieck. Wir sehen bereits in das Gebiet um die Vernagthütte (2755 m) ein und erreichen über einen Abstieg, ca. 150 Hm, den Vernagtbach. Unmittelbar bei der Brücke trifft der Zustieg von Vent ein. Dieselben Höhenmeter müssen wir wieder hinauf zur Hütte zurücklegen und kommen an zwei Abzweigungen vorbei, die erste zeigt links zum Hochjochhospiz, die nächste zu unserem morgigen Ziel, den Guslarspitzen.
Einkehren und Übernachten:
Vernagthütte (T +43 (0)664/141 21 19, www.wieshof.at/vernagt), Breslauer Hütte, Hochjochhospitz, Gastbetriebe in Vent
EIN FERNER MIT VIEL GESCHICHTE
Der Vernagtferner, an der Südseite des Weißkammes gelegen, zählt zu den am frühesten erforschten Gletschern der Welt. Grund dafür waren die mehrmaligen Ausbrüche des Rofener Eissees vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Die Eismassen des Vernagtferners bildeten bei ihren Vorstößen einen Damm zwischen Vernagttal und der gegenüberliegenden „Zwerchwand“ und stauten die Abflüsse aus dem innersten Rofental. Die „Eismauer“ stürzte aufgrund des großen Druckes mehrmals ein, die Folgen waren für das Tal katastrophal.