Canyoning in der Auerklamm im Ötztal, © Tirol Werbung/Peter Neusser
© Canyoning in der Auerklamm im Ötztal, © Tirol Werbung/Peter Neusser

Canyoning in Tirol


Hohe Wasserfälle, reißende Strömung, Felsblöcke, die den Weg versperren. Kein Durchkommen, möchte man meinen. Beim Canyoning in Tirol aber ist genau das der Reiz. Mit Kletterausrüstung bezwingt man tiefe Schluchten – und fällt dabei immer wieder ins Wasser.

Dem Lauf des Wassers in den Abgrund zu folgen, dort entlang, wo es sich tief ins Gestein gegraben hat, wo es absolut keinen Weg gibt, ist eine große Herausforderung und echtes Abenteuer. Canyoning oder Schluchtenwandern nennt man die Sportart, bei der eine Klamm von oben nach unten begangen wird. Mit seinen vielen wilden Gewässern, Schluchten und engen Tälern ist Tirol geradezu prädestiniert dafür.

Zahlreiche Outdoor-Anbieter haben Canyoning-Touren im Programm, vom Einsteigerkurs bis zur Extrem-Tour für die ganz Mutigen. Hochburgen sind das Ötztal und das obere Inntal rund um Imst. Beim Abseilen aus 40 Metern Höhe an moosbewachsenen Felswänden entlang, bei Sprüngen in tiefe, kristallklare Gumpen oder beim Hinabrutschen in ausgewaschenen Steinrinnen spielen Teamgeist und gegenseitiges Vertrauen die wichtigste Rolle. Oft sind es deshalb auch Firmen, die solche Touren als Teambuilding-Events buchen. Neben dem Nervenkitzel steht hier aber auch der Spaßfaktor ganz weit vorn.

Erfahrene Guides leiten die Gruppen und sorgen für die nötige Ausrüstung wie Neoprenanzug, Helm und Klettergeschirr. Jeder Normaltrainierte kann bei den meisten Touren mitmachen. Allerdings sollte man trittsicher und schwindelfrei sein und über gute Schwimmkenntnisse verfügen.
 

1 · Auer- und Alpenrosenklamm: Bekannteste Canyoning-Strecke Österreichs


Die Auerklamm bei Taxegg im unteren Ötztal gilt als die bekannteste Canyoning-Strecke Österreichs. Und sie hat es in sich: Mit Rutschen bis zu 18 Metern Länge, Abseiler bis 40 Meter und einem 16 Meter tiefen Sprung wird sie als mittelschwer bis schwer eingestuft. Als Teilnehmer muss man über Canyoningerfahrung verfügen. Auf manchen Touren werden aber auch Einsteiger mitgenommen, sofern sie sportlich sind. Nicht ganz so anspruchsvoll, aber ebenfalls abenteuerlich, geht es in der Alpenrosenklamm oberhalb der Auerklamm zu. Sie bietet auch jede Menge Wasserfälle, Gumpen und Rutschen. Diese können allerdings, je nach Tour, auch Einsteiger meistern.

2 · Rosengarten-Schlucht: Canyoning-Touren von leicht bis fordernd


Zu den schönsten Canyoning-Revieren in Tirol zählt die Rosengartenschlucht mit dem Schinderbach und der Blauen Grotte bei Imst. Leichte Abkletterpassagen, kleine Rutschen und Sprünge in tiefe Pools erlauben es auch Anfängern und Familien mit Kindern, sich ins große Abenteuer des Schluchtenwanderns zu stürzen. Der obere Teil der Klamm ist dagegen anspruchsvoller. Dort gibt es Abseilhöhen von bis zu 45 Metern. Je nach Länge der Passage dauert die Tour bis zu vier Stunden.

3 · Lechtal: Schluchtenabenteuer an den Wildbächen des Naturparks


Unter den reißenden Bächen, die sich im Tiroler Lechtal die Berge hinunterstürzen, haben sich einige tief in den Fels geschnitten und Schluchten gebildet, die sich perfekt für's Canyoning eignen. Da sind vor allem zu nennen der Sulzbach bei Stockach, das Hölltal in Elmen und der Roßgumpenbach in Holzgau. Abseilen aus 20 Metern Höhe, mutige Sprünge in tiefe Tümpel und kalte Wasserfallduschen machen jede Tour zum unvergesselichen Erlebnis. Von der kurzen Schnuppertour für Kinder bis zum Extrem-Ausflug für Profis ist alles dabei.

4 · Tiroler Ache: Canyoning für Groß und Klein


Abseilen entlang von Wasserfällen, Gumpen durchschwimmen und in tiefgrüne Tümpel eintauchen. Erforschen Sie gemeinsam mit erfahrenen Canyoningführern die verborgenen Schluchten entlang der Tiroler Ache. Auch speziell für Kinder und Familien angebote Canyoningtouren können bei den örtlichen Anbietern gebucht werden.

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