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Benjamin

Urlaubstipps für Februar in Tirol: Empfehlungen für den verrückten Monat

Aktualisiert am 25.01.2024 in Empfehlungen

In den MARTHA-Dörfern wird die Fasnacht mit Mullern und Matschgerern gefeiert., © Tirol Werbung / Bernhard AichnerIn den MARTHA-Dörfern wird die Fasnacht mit Mullern und Matschgerern gefeiert. © Tirol Werbung / Bernhard Aichner

Der Tiroler Kalender hat viele Facetten: Februar ist dabei ein seltsamer Charakter, der in seinen 29 Tagen jahrhundertealte Traditionen und sportliche Freizeitaktivitäten zu einem bunten Erlebnis macht.

Niemand in Tirol weiß, wer oder was der Monat Februar eigentlich ist: Ist es der letzte Monat, der ganz im Zeichen des Winters steht? Ist er der erste Frühlingsvorbote, in dem so mancher schon den Wintermantel gegen die Übergangsjacke tauscht? Hierzulande ist er ein bisschen von beidem: kalt wie ein Eislaufplatz kurz nach Sonnenuntergang, lauwarm wie der letzte Rest des Tees in der Thermoskanne nach einer langen Winterwanderung.

Prügeln für den Frühling

Traditionellerweise nutzen Tirolerinnen und Tiroler den Februar, um den Winter zu vertreiben. In verschiedenen Fasnachtsbräuchen kleiden sich Faschingsnarren in bunte Gewänder und kunstvoll geschnitzte Masken und ziehen durch die Dörfer, um genau diese Zeit zu feiern. Beim Wampelerreiten in Axams tragen Winter und Frühling einen echten Kampf aus: Am Unsinnigen Donnerstag ringen die verkleideten Reiter mit den Wampelern so lange, bis sie den Winter mit der dicken, mit Heu ausgestopften Wampe auf den Rücken geworfen haben. In den Umzügen von Innsbruck und Umgebung bleibt der Jahreswechsel symbolisch:  Figuren wie Spiegeltuxer oder Melcher, Zottler oder Zaggler stehen für die Jahreszeiten, in deren handgemachten Gewändern die sogenannten Muller und Matschgerer durch die Straßen ziehen. In Rum bei Innsbruck findet der Muller-Umzug allerdings nur alle 5 Jahre statt.

Den Spiegeltuxer findet man in den Umzügen rund um Innsbruck. , © Tirol Werbung / Bernhard AichnerDen Spiegeltuxer findet man in den Umzügen rund um Innsbruck.  © Tirol Werbung / Bernhard Aichner

Sport bei jeder Witterung

Wer vom leicht abergläubischen Treiben in den Orten Tirols nichts wissen will, kann sich auch sportlich betätigen, muss sich aber auf die Launen des verrückten Monats einstellen. Die Chance auf eine der letzten Blicke auf die winterliche Tier- und Pflanzenwelt der Saison bieten geführte Schneeschuhwanderungen im Naturpark Karwendel. Gämse, Hirsche, Steinböcke oder Adler sieht man etwa in Achenkirch an den Ufern des Achensees. Wer sich dort auspowern möchte, kann mit seinen Langlaufskiern eine der atemberaubenden Loipen der Gegend erkunden. Mit seinen noch kühleren Tagen, in denen sich die Sonne trotzdem nicht ungern blicken lässt, ist der Februar der ideale Monat für ausgedehnte Langlauftouren. Auf unserer Website finden sich über 80 Loipen im ganzen Land sowie deren Zustand und Schwierigkeitsgrad.

Die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld, © Region Seefeld / Stephan ElslerDie Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld © Region Seefeld / Stephan Elsler

Auf den heimischen Skipisten sieht man Ende Februar Sonnenanbeter, für die ein einfaches T-Shirt bereits die Ski-Jacke ersetzt hat. Kälteschutzcreme kann mittlerweile getrost gegen Sonnencreme getauscht werden, denn die Sonne lässt sich immer länger blicken. Aus diesem Grund haben manche Skigebiete, wie die SkiWelt Wilder Kaiser, am Ende der Saison eine halbe Stunde länger geöffnet – damit Ski-Begeisterte den nahenden Frühling auf einem letzten Ride im Sonnenuntergang richtig auskosten können.

Rodeln für die Kleinen und Großen

Familien mit Kindern, die es gegen Ende der Saison lieber gemütlich angehen wollen, finden auf den kinder- und familienfreundlichen Rodelbahnen Tirols den Platz für einen Ausflug, den man am besten bei Tee und Kuchen in einer Hütte  ausklingen lässt.

Auf einer der vielen Nachtrodelbahnen im ganzen Land kann man auf gut präparierten Strecken durch die kühle Nachtluft flitzen. Mehr als 50 Rodelbahnen in ganz Tirol sind an verschiedenen Abenden befahrbar. Wer sich das lästige Taschenlampen-Suchen sparen will, sollte lieber eine beleuchtete Bahn wählen. Die Mondrodelbahn in Söll zum Beispiel ist beleuchtet und verrät auf Infotafeln zugleich einiges über den Sternenhimmel und die Mondphasen. Über den Zustand der Rodelbahnen erkundigt man sich am besten über die Seite www.winterrodeln.org, die von der Rodelcommunity Tirols regelmäßig aktualisiert wird.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Rodeln bei Nacht., © Tirol Werbung / Casey MooreEin ganz besonderes Erlebnis ist das Rodeln bei Nacht. © Tirol Werbung / Casey Moore

Verrückt, vielfältig und veranstaltungsreich – das ist der Februar in Tirol, der trotz seines unberechenbaren Wetters viel Freude bereiten kann. 

Benjamin Stolz liebt und lebt die Gegensätze des Alpenlandes. Als Tiroler mit Höhenangst, papiervernarrter Blogger und Stadtmensch vom Land ist er der Meinung, dass es in Tirol mehr zu entdecken gibt, als man glaubt.

Benjamin
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